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Daten-Skandale haben Folgen: Weltklimarat wird umstrukturiert

Dienstag, 31. August 2010, 0:31 Uhr

Der wegen einer Pannenserie um fehlerhafte Daten in die Kritik geratene Weltklimarat (IPCC) soll grundlegend umstrukturiert werden. Das empfiehlt ein von den Vereinten Nationen berufenes Expertengremium. Dies, nachdem sich Daten als falsch erwiesen hatten, und der Verdacht entstand, dass der Klimarat «selektiv» berichten würde.

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In einem am UNO-Hauptsitz in New York vorgelegten Bericht kommt das Gremium zum Schluss, dass eine «fundamentale Reform» des IPCC nötig sei, um seine wissenschaftlichen Standards und die Organisationsstruktur zu stärken.

Chef will weiterhin im Amt bleiben

In ihrem Gutachten unterstreichen die Experten zugleich, dass die Schlussfolgerungen des IPCC zu Erderwärmung und Klimawandel grundsätzlich richtig seien und die Arbeit des Gremiums «im Grundsatz erfolgreich» sei.

Allerdings hätten Mängel bei internen Richtlinien und Organisation dazu geführt, dass der Klimarat fehlerhafte Daten veröffentlicht habe, die ihrerseits seine gesamte Arbeit in Misskredit brachten.

Der umstrittene IPCC-Chef Rajendra Pachauri erklärte nach Vorlage des Berichts, er wolle sein Amt trotz der deutlichen Kritik zunächst behalten. Die Mitgliedsstaaten des IPCC sollten über seinen weiteren Verbleib entscheiden.

Abweichende Daten ebenfalls publizieren

Der Weltklimarat war unter anderem in die Kritik geraten, weil sein Bericht von 2007 falsche Angaben zu den Gletschern im Himalaya-Gebirge enthielt. Demnach könnten die Gletscher bis zum Jahr 2035 verschwunden sein. Eine Untersuchung ergab, dass dies in keiner Weise wissenschaftlich fundiert war. Auch andere Detailangaben hatten sich als falsch oder zumindest unbegründet erwiesen.

Ende vergangenen Jahres veröffentlichten Hacker zudem tausende interne E-Mails von Forschern der britischen Universität von East Anglia im Internet. Nach Lesart von Kritikern legte der interne Email-Austausch von Klimaforschern den Verdacht nahe, die UNO-Klimafachleuten könnten gezielt Daten selektiert haben, um die These vom menschenverursachten Klimawandel zu stützen.

Den Vorwurf der gezielten Manipulation wies das von der UNO eingesetzte Untersuchungsgremium aber zurück. Allerdings empfahl es ausdrücklich, dass künftig in den IPCC-Berichten auch abweichende wissenschaftliche Ansichten dargestellt werden sollten.

Interessenkonflikt beim Vorsitzenden

In ihrem Gutachten empfehlen die Experten ausserdem die Ausarbeitung strengerer Richtlinien für den Umgang mit Daten zum Klimawandel. Ein dauerhaftes Exekutivkomitee solle an die Spitze des IPCC treten, um dessen Strukturen zu stärken.

Mitglieder der IPCC-Führung müssten auf mögliche Interessenkonflikte geprüft werden. Die Amtszeit des Vorsitzenden solle verkürzt werden; das bisherige Maximum von zwei Amtszeiten zu je sechs Jahren sei zu lang.

Die letzten beiden Punkte nehmen Bezug auf den gegenwärtigen IPCC-Vorsitzenden Pachauri. Dem Inder waren unter anderem Interessenkonflikte vorgeworfen worden, weil der neben seinem Teilzeitamt beim Klimarat noch Geschäftskontakte im Umweltbereich pflegte.

(sda/fasc)

Kommentare aktiv...

W. Wöller, Kaltenthal
(relefant Mann)
Verfasst am: 31.8.2010 12:46

Was ist denn das für eine seltsame

"abgeschmolzene Eiskappe" beim Nordpol... mehr

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E. Hummel, Glarus
(Garteneden Frau)
Verfasst am: 31.8.2010 12:29

Fehler

Wenn man dem Fehler sagen will, wenn man... mehr

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E. Steiner, Cham
(edy21 Mann)
Verfasst am: 31.8.2010 12:07

Weltklimarat (IPCC)

Da würde unser abtretende Umwelt-Guru Moritz... mehr

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