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Teure Wissenslücke: Bevölkerung weiss wenig über Gesundheitssystem

Montag, 30. August 2010, 12:10 Uhr, Aktualisiert 14:50 Uhr

Grundversicherung, Managed Care oder Franchise: Für viele Leute sind das Fremdwörter. Eine Umfrage von Santésuisse zeigt, dass 50 Prozent der Befragten nicht wissen, für welche Leistungen die Grundversicherung einer Krankenkasse aufkommt. Die Kosten der Prämien sind für die meisten Schweizer tragbar.

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Die Schweizer Bevölkerung ist über das Gesundheitswesen schlecht informiert (Tagesschau vom 30.08.2010)

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Auch seien sich nur 53 Prozent der Befragten bewusst, dass die Krankenkassen in der Grundversicherung keinen Gewinn machen dürfen, teilte der Krankenkassendachverband Santésuisse mit. Die Ergebnisse stammen aus der Umfrage «Sondage santé», für die im vergangenen Juni rund 1200 Personen befragt wurden.

Die Wissenslücken kommen die Versicherten unter Umständen teuer zu stehen: Fast ein Fünftel der Befragten kennt keine einzige Möglichkeit, wie im heutigen Krankenkassensystem Prämien gespart werden könnte. Um den Wissensstand der Bevölkerung zu erhöhen, hat Santéuisse die Informationskampagne «immer-mit-Ihnen.ch» lanciert.

Der integrierten Versorgung (Managed Care) stellt die Santésuisse-Umfrage ein gutes Zeugnis aus: 69 Prozent seien überzeugt, dass die Versorgungsqualität durch das System besser werde. Zudem erachten demnach 65 Prozent Managed Care als wichtige Massnahme, um im Gesundheitswesen Kosten zu sparen.

1218 Personen befragt

Die Umfrage wurde zwischen dem 7. Juni und dem 2. Juli 2010 vom Marktforschungsinstitut Demoscope aufgrund computergestützter Interviews durchgeführt. Befragt wurden insgesamt 1218 Personen. Die Resultate der Gesamtstichprobe sollten mit 95 Prozent Wahrscheinlichkeit und einer Messgenauigkeit von ± 2,8 Prozent mit der Gesamtbevölkerung übereinstimmen.

Wirtschaftsaufschwung: Prämien sind für die meisten tragbar

Trotz regelmässiger Prämienanstiege sind die Krankenkassenprämien für die grosse Mehrheit der Bevölkerung tragbar. Zu diesem Schluss kommt die Umfrage «Sondage santé» von Santésuisse.

Für 21 Prozent sei die finanzielle Belastung «zu hoch». Vor einem Jahr hatte noch fast jede dritte Person die Prämien als «zu hoch» bezeichnet, wie Soziologe und Umfrage-Leiter Franz Neff sagte. Gründe für den Sinneswandel gibt es laut Neff zwei: Erstens sei die wirtschaftliche Lage wieder besser - zweitens habe die öffentliche Debatte über die Erhöhung der Krankenkassenprämien dieses Jahr noch nicht begonnen.

50 Prozent der Befragten bezeichneten die Prämien als «hoch, aber tragbar». Für 22 Prozent sind die Kosten «kein Problem».

(sda/sprm/fasc)

Kommentare aktiv...

O. toneatti, bern
(olgar Mann)
Verfasst am: 31.8.2010 18:44

Wären die Leute bei der letzten

Volksabstimmung über die Krankenkassen besser... mehr

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A. Ka, Iraq
(an.ka Mann)
Verfasst am: 31.8.2010 12:28

Wenn 50%

nicht wissen, was Franchise und Selbstbehalt... mehr

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J. Lorber, Zürich
(JeffLorber Mann)
Verfasst am: 31.8.2010 8:50

Wahnsinn

Als Krönung des Ganzen muss man nun auch noch... mehr

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