International
Gaddafi wirbt vor hunderten Italienerinnen für Islam
Der libysche Staatschef Muammar Gaddafi hat bei seinem Besuch in Italien vor hunderten von jungen Frauen für die Verbreitung des Islam in Europa geworben. Die Zuhörerinnen waren von einer Hostessen-Agentur ausgesucht und bezahlt worden. Gaddafi nimmt zudem mit dem italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi an einer Gedenkfeier zum Freundschaftsabkommen teil.
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«Der Islam ist die jüngste Religion, und wenn man nur einen Glauben haben darf, dann muss dies der Glaube an Mohammed sein», sagte Gaddafi in Rom vor rund 200 Frauen, wie eine Teilnehmerin berichtete. Frauen würden «in Libyen mehr respektiert als im Westen», fügte er demnach hinzu.
Am Sonntagabend hatte Gaddafi bereits vor 500 Italienerinnen für seine Religion geworben. «Europa muss zum Islam konvertieren», hatte er laut einer Zuhörerin gesagt.
Die Frauen hatten von einer Agentur 80 Euro für ihre Teilnahme an dem Treffen mit dem libyschen Revolutionsführer erhalten. Bereits im November hatte Gaddafi am Rande des Welternährungsgipfels in Rom 100 junge Italienerinnen eingeladen, um ihnen seine Religion näher zu bringen.
Entwürdigende Darstellung
Die Vorsitzende des Italienischen Feministischen Zentrums, Maria Pia Campanile, kritisierte diese Begegnungen scharf. Die Frauen seien «unter der Bedingung rekrutiert worden, dass sie jung und schön sind und den Mund halten», sagte Campanile. Mario Borghezio von der rechtspopulistischen Regierungspartei Lega Nord sprach von einem «gefährlichen Projekt der Islamisierung Europas».
Die Oppositionspartei «Italien der Werte» stellte vor der libyschen Botschaft in Rom ein «Zelt der Legalität» auf, um nach eigenen Angaben auf Verstösse gegen die Menschenrechte in dem nordafrikanischen Land aufmerksam zu machen. Der Chef der oppositionellen Christdemokratischen Partei (UDC), Rocco Buttiglione, sagte, Gaddafi wolle den Westen so darstellen, als gehe es dort nur um Geld, nicht um Würde.
Feier zum Freundschaftsabkommen
Anlass für Gaddafis Rom-Besuch war der zweite Jahrestag der Unterzeichnung des Freundschaftsabkommens zwischen beiden Ländern. Italien hatte Libyen als Entschädigung für die Kolonialzeit mehrere Milliarden Euro in Form von Projektinvestitionen zugesagt. Das nordafrikanische Land verpflichtete sich im Gegenzug, die Weiterreise von Flüchtlingen über das Mittelmeer nach Italien zu verhindern.
Gaddafi nimmt mit dem italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi an einer Gedenkfeier zum
Freundschaftsabkommen teil. Zu der Feier waren 800 Gäste geladen, darunter die Chefs grosser Konzerne. Gaddafi war am Sonntag in Rom eingetroffen, wo er sein Luxus-Beduinenzelt im Garten des libyschen Botschafters errichtete.
(sda/rufi)
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H. rether, thayngen
)
(sonnenklar
Verfasst am: 31.8.2010 9:46
Agentur und Frauen
War da nicht mal was mit Frauen über Agenturen... mehr
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A. Guant, Sunybeach
)
(Guant
Verfasst am: 31.8.2010 8:57
Zuhälterei zum Wohle der Wirtschaft.
Italien sehnt sich nach einem reichen Onkel. Die... mehr
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W. Kathriner, Sarnen
)
(A.
Verfasst am: 31.8.2010 6:52
meine Allerliebsten im Geiste verarmten!
meine allerliebsten, im Geiste verarmten warum... mehr
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