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Affäre BVK: Bezahlte Bordellbesuche

Reto Gerber
Freitag, 27. August 2010, 17:44 Uhr, Aktualisiert 17:52 Uhr

Der Skandal um die Beamtenversicherungskasse des Kantons Zürich zieht weitere Kreise. Recherchen des Wirtschaftsmagazins «ECO» zeigen, dass sich der ehemalige Anlagechef offenbar nicht nur Essen und teuren Wein, sondern auch Besuche in einschlägigen Etablissements bezahlen liess.

Der ehemalige Anlagechef der Beamtenversicherungskasse BVK verwaltete ein Vermögen von rund 20 Milliarden Franken. Damit ist die BVK die zweitgrösste Pensionskasse der Schweiz. Ende Mai wurde der damalige Anlagechef wegen Verdachts auf Korruption festgenommen. Er sitzt seither in Untersuchungshaft. Mitte Juni wurde er von der Zürcher Finanzdirektion fristlos entlassen.

Bild Logo der BVK
Die BVK ist die zweitgrösste Pensionskasse der Schweiz. pd

Ausschlaggebend für diesen Entscheid waren Aussagen des ehemaligen BVK-Anlagechefs gegenüber der Staatsanwaltschaft. Aus ihnen geht laut Finanzdirektion hervor, dass der Beamte seine Stellung erheblich und wiederholt für private Zwecke ausgenützt habe.

Private Gefälligkeiten

Im Zuge der Untersuchung wurde bekannt, dass zwei weitere Personen vorübergehend inhaftiert wurden: ein Devisenhändler, mit dem die BVK offenbar rege Geschäfte getätigt hatte, sowie der Gründer einer Beteiligungsgesellschaft. Sie sollen dem ehemaligen BVK-Anlagechef privat Geld zugehalten haben.

Zu den Gefälligkeiten, die dem ehemaligen Anlagechef von anderer Seite zu Teil wurden, gehören gemäss Recherchen von «ECO» ausgedehnte Mittagessen in teuren Restaurants sowie die Teilnahme an Golfanlässen.

Einladungen ins Bordell

Beim Essen und Weintrinken soll es nicht geblieben sein. Wie zwei unabhängige Quellen gegenüber «ECO» bestätigen, liess sich der ehemalige BVK-Anlagechef offenbar mehrmals zu Bordellbesuchen einladen. Der ehemalige Anlagechef der BVK verzichtet auf eine Stellungnahme. Sein Anwalt schreibt «ECO», weder er noch sein Mandant wünschen eine Kontaktaufnahmen von Seiten der Medien.

Die Firma, die die Bordellbesuche bezahlt haben soll, verzichtet auf eine Stellungnahme.

Der ehemalige CEO dieser Firma, der den ehemaligen BVK-Anlagechef offenbar persönlich betreute und damit die mutmassliche Finanzierung der Bordellbesuche zu verantworten hat, schreibt: «Gemäss meiner Abgangsvereinbarung bin ich weiterhin zur absoluten Vertraulichkeit verpflichtet. Daher kann ich Ihre Fragen leider nicht beantworten.»

Beteiligte schweigen

Der ehemalige CEO der Firma gehört gemäss Recherchen von «ECO» zum Kreis der Personen, die von der Staatsanwaltschaft beschuldigt werden. Er wurde im Verlauf des Sommers offenbar vorübergehend festgenommen und befragt.

Die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich will diese Informationen nicht bestätigen. Sie richtet aus: «Aus Rücksichtnahme auf die laufenden Untersuchungen können derzeit keine weiteren Details bekannt gegeben werden.» Bei der Strafuntersuchung im Fall BVK handelt es sich um ein laufendes Verfahren. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.

Kommentare aktiv...

O. stern, buchs
(Ost_Stern Mann)
Verfasst am: 30.8.2010 7:59

CH-Männer können nicht CH-Frauen

im Bett befriedigen, so gehen einfach ins... mehr

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R. _Anderegg, buchs
(newaccount Mann)
Verfasst am: 28.8.2010 20:55

Was ist nur ständig los im Zürcher Beamtentum?

Beamte die einfach zu Bürozeiten nie das Telefon... mehr

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P. D., Esslingen am Neckar
(Peterle Mann)
Verfasst am: 28.8.2010 9:01

>> des Kantons Zürich <<

Ja was denn schon wieder Zürich! Probleme mit... [2]  mehr

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