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International

Gegner von Stuttgart 21 kämpfen unbeirrt weiter

Freitag, 27. August 2010, 21:19 Uhr, Aktualisiert 28.08.2010, 6:31 Uhr

Mehrere zehntausend Menschen sind gegen das Bahn-Grossprojekt Stuttgart 21 auf die Strasse gegangen. Die Gegner des Milliarden-Vorhabens schätzten die Teilnehmerzahl ihrer bisher grössten Demonstration auf 40'000. Die Polizei sprach von 30'000 Menschen.

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Die Demonstranten hatten sich im strömenden Regen vor dem Stuttgarter Hauptbahnhof versammelt, der von einem Kopfbahnhof in eine unterirdische Durchgangsstation umgebaut werden soll. Die Gegner wollen einen Baustopp und eine Bürgerbefragung erreichen. Hunderte Polizisten aus dem ganzen Land waren im Einsatz.

Gegner sehen im Projekt nur «geringen Nutzen».


Die Kundgebung begann mit dem lautstarken «Schwabenstreich», bei dem die Teilnehmer eine Minute lang mit Trillerpfeifen oder Topfdeckeln so viel Lärm wie möglich machten. Anschliessend bewegte sich der Protestzug in Richtung des nicht weit entfernten Landtags, wo eine Menschenkette gebildet wurde.

Am Morgen hatte die Polizei eine Sitzblockade von Gegnern des Milliardenprojekts am Hauptbahnhof beendet. Die Beamten trugen etwa 30 Demonstranten weg. Sie hatten Lastwagen daran gehindert, Abbruchmaterial abzutransportieren.

Am Mittwoch hatten Bagger mit dem Abriss des Nordflügels des Gebäudes begonnen. Seither hat der Protest an Schärfe zugenommen.

Bild Eine Demonstration scheit ihren Unmut laut in die Menge.
Die Gegner sind sich einig: Das Milliarden-Projekt ist zu teuer und bringt wenig für den Verkehr. reuters / archiv


Bereits am Donnerstag waren die Arbeiten bis zum Nachmittag blockiert worden, weil Demonstranten das Dach des Nordflügels besetzt hatten. Ein Sondereinsatzkommando hatte sie nach 22 Stunden abgeführt.

Unterschiedliche Meinungen

Bei dem 4,1 Milliarden Euro teuren Projekt soll der Kopfbahnhof in eine unterirdische Durchgangsstation umgewandelt und an das künftige Schnellbahntrassee nach Ulm angeschlossen werden. Kritiker halten das Bauvorhaben unter anderem für zu teuer. Für den Verkehr bringe es keinen entscheidenden Nutzen.

(agenturen/stom/koua)

Kommentare aktiv...

N. Picasso, Stuttgart
(N.Picasso Frau)
Verfasst am: 29.8.2010 10:01

nichts ist politisch legitimiert..

.. die Abgeordneten wussten zum Zeitpunkt der... [1]  mehr

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W. OTT, Karlsruhe
(grappa41 Mann)
Verfasst am: 28.8.2010 15:45

Hysterie pur!

Seit vielen Jahren war das Projekt... [1]  mehr

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G. rud.v.rohr, adliswil
(shahan Frau)
Verfasst am: 28.8.2010 14:52

Vermutlich...

war dieser Stuttgartner Bahnhof nur der Auslöser... mehr

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