International
Polizei beendet Besetzung des Stuttgarter Hauptbahnhofs
Die Polizei hat die Besetzung des Dachs des Stuttgarter Hauptbahnhofs durch Gegner des Bahnprojekts «Stuttgart 21» beendet und damit die Fortsetzung der Abrissarbeiten ermöglicht. Die sieben Dachbesetzer wurden in Gewahrsam genommen.
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Die Protestierenden hatten am späten Mittwochnachmittag das Bahnhofsdach erklommen und wollten es freiwillig erst wieder verlassen, wenn der deutsche Verkehrsminister Peter Ramsauer «Stuttgart 21» stoppt. Spezialkräfte hätten die Besetzer überrascht und vom Dach geholt, sagte ein Polizeisprecher.
Weitere Blockade
Nachdem bereits am Mittwoch nach Polizeiangaben 6000 Menschen - laut Veranstalter der Demonstration waren es 12'000 Menschen - gegen den Beginn der Abrissarbeiten demonstriert hatten, setzten sich die Proteste auch am Donnerstag fort.
Genaue Angaben zur Teilnehmerzahl der Demonstrierenden konnte der Polizeisprecher nicht machen. Zwischenzeitlich seien aber Strassen und Kreuzungen besetzt gewesen. Auf dem Bahnhofsvorplatz verharrten unterdessen erneut hunderte Demonstranten, die Zufahrtswege für Baufahrzeuge bis Freitag blockieren wollten.
Nach Angaben der Polizei wurden die Protestaktionen zunehmend aggressiver. Feuerwehr und Sanitäter wurden bei einem Rettungseinsatz bedrängt und behindert. «Die Proteste haben damit ihren friedlichen Charakter verloren und die Grenzen des zivilen Ungehorsams überschritten», sagte der Polizeisprecher.
Die Polizei ist inzwischen durchgängig mit mehreren hundert Beamten im Einsatz. Nach Angaben des Sprechers wurden neben den Besetzern neun weitere Demonstranten vorübergehend festgenommen, ihnen werde unter anderem Nötigung und Beleidigung vorgeworfen.
Grösstes Infrastrukturprojekt Europas
Die wegen der möglichen Gefährdung der Demonstranten seit Mittwochnachmittag ausgesetzten Abrissarbeiten wurden am Donnerstagnachmittag wieder aufgenommen.
Die Verlegung des Stuttgarter Bahnhofs unter die Erde sowie eine neue Bahntrasse zum Flughafen und nach Ulm gelten als das grösste Infrastrukturprojekt Europas.
Die Projektgegner kritisieren unter anderem die Kosten des Projekts und warnen vor geologischen Sicherheitsgefahren durch den Bau wegen der vielen unterirdischen Wasservorkommen in Stuttgart.
Für Freitagabend wollen die Gegner 50'000 Menschen für eine Menschenkette mobilisieren.
(sda/buet/hesa)
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P. D., Esslingen am Neckar
)
(Peterle
Verfasst am: 26.8.2010 9:51
Die Demonstrationen gegen den Bau dauern bereits etliche Tage an.
Und werden auch noch längere Zeit anhalten.... mehr
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J. Lorber, Zürich
)
(JeffLorber
Verfasst am: 26.8.2010 9:25
Wozu die Demo?
Sind die Deutschen denn so frustriert, dass sie... [1] mehr
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U. Huber, Friedrichshafen
)
(ss8002
Verfasst am: 26.8.2010 7:53
Frechheit
Eine Frechheit diesen Bahnhof zu bauen. Bei 4 Mia... [1] mehr
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