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Betrug mit Ferienhaus: Vorsicht bei Buchungen im Internet

Charlotte Michel
Dienstag, 24. August 2010, 16:56 Uhr, Aktualisiert 25.08.2010, 9:31 Uhr

Immer mehr Personen, die Ferienwohnungen auf Ferienportalen im Internet buchen, werden Opfer von Betrügern. Die Sendung «Kassensturz» gibt Tipps, wie man sich schützen kann.

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«Kassensturz» liegen mehrere Fälle von betrogenen Familien vor. Beispielsweise Familie Utiger aus Abtwil (SG). Die Ferien in Ascona fielen ins Wasser - professionelle Betrüger hatten die Familie herein gelegt.

Buchen, was es gar nicht gibt (Kassensturz vom 24. August)

Daniel Utiger ist enttäuscht: «Dass da einfach irgendwo Leute im Internet sind, die andere betrügen wollen, und das auf eine gemeine Art mit Ferien, auf die man sich freut.»

Anfangs Jahr hatte er auf einem Ferienwohnungsportal ein passendes Haus in Ascona gefunden. Die Familie schloss für die Sommerferien einen Mietvertrag ab und zahlte einen Vorschuss.

Die Masche der Kriminellen

Der Betrug fliegt auf, als Daniel Utiger am Tag vor der Abreise mit dem Hauseigentümer in Ascona telefoniert. Dieser erklärte Utinger, dass er das Haus gar nicht vermiete. Die Fotos auf dem Internet-Ferienportal sind nicht vom Haus in Ascona. Gauner klauten sie von einer italienischen Seite für Ferienwohnungen.

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Familie Utiger hatte sich auf Ferien in Ascona gefreut. swisspic.ch

Die Masche ist immer dieselbe: Kriminelle schliessen also Mietverträge für Ferienwohnungen ab, die sie gar nicht besitzen. Gauner erzählen via Mail eine raffinierte Lügengeschichte und geben an, auch ein Ferien-Resort in Brasilien zu besitzen. Die Opfer schöpfen deshalb keinen Verdacht, wenn der Vorschuss über eine Bank in Frankfurt nach Brasilien gehen soll.

So schützt man sich

Wie schützt man sich vor einem Betrug? Andreas Liebrich, Tourismus-Experte an der Hochschule Luzern, fällt auf, dass die angeblichen Ferienwohnungen auf sogenannten Informationsplattformen angeboten wurden. Diese bringen nur Anbieter und Mieter zusammen. Sie übernehmen keine Garantie für die Richtigkeit der Informationen.

Der Experte rät deshalb: «Man muss drauf achten, dass man nicht eine zu hohe Anzahlung macht und dass man jemanden vor Ort auf Festnetz erreichen kann.» Weiter sei es ratsam, abzuklären, ob es die Ferienwohnung auch wirklich gibt. «Das kann man mit Referenzen machen, die man über Tourismus-Organisationen oder über Freunde und Bekannte einholt.»

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