Hochwasser Asien
Kampf um die Rettung der Städte im Süden Pakistans
Vier Wochen nach Beginn der verheerenden Hochwasserkatastrophe in Pakistan bedrohen die Wassermassen nun bevölkerungsreiche Städte wie Shadad Kot und Qambar im Süden des Landes. In pausenlosem Einsatz verstärken die Einsatzkräfte die Deiche.
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Die Rettungsverantwortlichen äussern sich skeptisch, ob die Überflutung der südlichen Städte überhaupt noch abgewendet werden kann. «Es ist unser letzter verzweifelter Versuch, die Stadt Shadad Kot zu retten», sagte Brigadegeneral Khawar Baig. «Wir versuchen, hier das Wasser zu stoppen. Wenn es über die Deiche geht, werden weitere Orte überflutet.»
Menschenleere Städte
90 Prozent der 350'000 Einwohner haben Shadad Kot bereits verlassen. Auch aus Qambar und anderen Orten brachten sich Menschen in Sicherheit. Das Wasser steige weiter, sagte Baig, und es sei nicht abzusehen, wann der Scheitelpunkt erreicht sei.
Der Einsatzleiter des Katastrophenschutzes in dem Gebiet, Yaseen Shar, ist besonders über die Lage an den östlichen Deichen vor der Stadt besorgt. 2,70 Meter hoch stand hier das Wasser. «Wir bekämpfen diese ständige Bedrohung mit Steinen und Sandsäcken, und das ist eine grosse Herausforderung», sagte er.
Rund sechs Millionen Menschen hat die von ungewöhnlich heftigen Monsun-Niederschlägen ausgelöste Flut obdachlos gemacht - vom Norden, wo sie vor vier Wochen begann, bis zum Süden. Ernten und Infrastruktur wurden erheblich geschädigt und zerstört.
Proteste gegen die Not
Pakistanische Einsatzkräfte und internationale Hilfsorganisationen versuchen, die bedürftigen Menschen mit dem Notwendigsten zu versorgen, kommen aber in vielen Fällen noch immer nicht zu den Betroffenen durch. In der Stadt Kot Adu in der Provinz Punjab protestierten am Montag 400 Menschen. «Zwei Tage haben wir keine Lebensmittel bekommen», sagte einer der Demonstranten, Mohammed Iqbal. «Wir können warten - unsere Kinder nicht.»
Hilfe für die Kinder
Die Situation für die Kinder wird zunehmend dramatischer. 40 Prozent der unter fünf Jahre alten Kinder sind unterernährt. «Die Menschen in den Überschwemmungsgebieten müssten daher schnell mit Nahrung, Trinkwasser und medizinischen Einrichtungen versorgt werden, um eine große Welle von Todesfällen und Krankheiten zu verhindern», so Markus Löning, der Menschenrechtsbeauftragte der deutschen Bundesregierung. «Ich fordere wirklich jeden auf, noch mal nachzudenken, ob er nicht Geld erübrigen kann dafür, dass in Pakistan Kinder überleben können».
Busunfall in den Fluten
Im Hochwassergebiet Punjabs stürzte in der Nacht zum Montag ein Bus in eine überflutete Schlucht - mindestens 13 Menschen kamen ums Leben. Sie sind vermutlich von den reissenden Wassermassen in der Schlucht davongespült worden. 29 Menschen konnten gerettet werden.
(agenturen/luks)
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B. Zbinden, Muttenz
)
(lilibet
Verfasst am: 24.8.2010 9:14
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Pakistan: Hilfe nur für Moslems. Wenn man diesen... mehr
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