Hochwasser Asien
Tote bei Überschwemmungen auch in China und Nordkorea
Im Nordosten Chinas sind mehr als 120'000 Menschen vor schweren Überschwemmungen in Sicherheit gebracht worden. Durch die heftigen Regenfälle hat der Fluss Yalu an der Grenze zu Nordkorea einen Deich durchbrochen. Mindestens vier Menschen kamen ums Leben.
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Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete, stand das Wasser in der chinesischen Millionenstadt Dandong bereits knietief in den Strassen. Hunderte Häuser stürzten ein, Strassen und Stromleitungen wurden stark beschädigt.
Ein älteres Ehepaar sowie eine Mutter mit ihrem Sohn seien im Bezirk Kuandian rund 100 Kilometer nordöstlich von Dandong ertrunken, hiess es weiter. Ein 60-jähriger Mann gelte als vermisst.
Fast eine halbe Million Menschen betroffen
In der Provinz Liaoning wurden nach Angaben der chinesischen Behörden insgesamt 127'000 Menschen in Sicherheit gebracht. Entlang des Flusses errichteten Helfer Barrieren aus Sandsäcken. Der chinesische Wetterdienst erwartete in dem betroffenen Gebiet weitere Regenfälle und heftige Stürme.
Insgesamt seien von den Überschwemmungen in der Region etwa 470'000 Menschen betroffen, berichtete das Zivilschutzministerium.
Auf der nordkoreanischen Seite waren nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA die Grenzstadt Sinuiju und Umgebung von den Fluten «stark betroffen». Die Stadt ist durch eine Brücke mit Dandong verbunden. Mehr als 5000 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden.
Tausende Tote seit Jahresbeginn
Das Hochwasser habe «verheerende» Schäden angerichtet, in drei Bezirken der Stadt seien Häuser, öffentliche Gebäude und Felder komplett überschwemmt worden. Örtliche Vertreter seien gemeinsam mit dem Militär im Einsatz, um die Bevölkerung zu schützen. Angaben über Tote gab es nicht.
China wird seit Monaten von Hochwassern heimgesucht. Laut Xinhua handelt es sich dabei um die schwersten Unwetter der vergangenen zehn Jahre.
Mehr als 2300 Menschen kamen dabei seit Beginn des Jahres ums Leben, mehr als tausend werden vermisst. Allein durch verheerende Schlammlawinen in der nordwestlichen Provinz Gansu verloren mindestens 1700 Menschen ihr Leben.
(sda/gern)
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