Hochwasser Asien
In Pakistan werden weiter ganze Städte evakuiert
Die Flut in Pakistan zwingt nun im Süden des Landes Zehntausende, ihre Häuser zu verlassen. Auch am Wochenende wurden zahlreiche Dörfer und Städte evakuiert - 150‘000 Menschen allein in der Provinz Sindh.
- Not in Pakistan: «Wenn der Mensch zum Tier wird»
- 20.08.10: Pakistan: Der Kampf ums Überleben
- 19.08.10: Spendenzusagen für Pakistan bei über 13 Mio. Franken
- 18.08.10: Pakistan: Wasser geht nicht zurück - Taliban nutzen das Chaos
- 18.08.10: Pakistan versichert: Hilfe kommt bei Flutopfern an
- 17.08.10: SF-Sonderkorrespondent: «Schleichende Katastrophe in Pakistan»
- 17.08.10: Einsatz der Schweizer Hilfswerke in Pakistan
- 16.08.10: Flutopfer in Pakistan: «Allah bestraft uns für unsere Sünden»
- 16.08.10: IKRK: 5 Jahre für Pakistans Wiederaufbau
Artikel bewerten
Artikel teilen
Die 100‘000 Einwohner der Stadt Shahdadkot sowie deren umliegenden Dörfer seien inzwischen an sicheren Orten, in höher gelegenen Regionen. Die verkündete ein Minister der Provinzregierung.
Es habe sich um eine Vorsichtsmassnahme gehandelt. Denn Nebenarme und Zuflüsse des Indus-Flusses seien gefährlich angestiegen. Insgesamt mussten wegen der drohenden Flutwelle über das Wochenende rund 150‘000 Menschen aus ihren Häusern evakuiert werden.
Flutwelle nähert sich Arabischem Meer
Im gesamten Südpakistan versuchen Militär, Polizei und freiwillige Helfer die Deiche des mächtigen Indus zu sichern. Laut den Behörden nähert sich die Flutwelle nun dem Arabischen Meer.
Tausende gerettete Menschen seien noch ohne Unterkunft, Nahrung und Wasser. Alleine in der südlichen Provinz Sindh leben derzeit rund 600'000 Flüchtige in Hilfslagern.
Ein Ende sei noch nicht abzusehen, es gebe nach wie vor Hochwasser-Warnungen für den Süden des Landes, warnte die UNO.
Knapp 1500 Menschen kamen durch die Katastrophe bisher ums Leben, mehr als 2000 wurden verletzt. Mindestens sechs Millionen Menschen haben ihre Häuser verloren. Insgesamt sind rund 20 Millionen Menschen direkt oder indirekt von der Katastrophe betroffen.
Welche Ausmasse die Flut mittlerweile angenommen hat, belegen kürzlich veröffentlichte Satelliten-Aufnahmen der amerikanischen Weltraumbehörde NASA. Von dem Hochwasser ist ein Fünftel des Landes betroffen. Das entspricht der Fläche von ganz Italien.
UNHCR warnt: Mehr Spenden nötig
Die internationale Staatengemeinschaft hatte Pakistan bei einer Geberkonferenz der UNO am Freitag weitere 200 Millionen Dollar an Hilfe zugesagt. Diese neuen Gelder ergänzen Spenden in Höhe von 252 Millionen Dollar. Die UNO hatte gefordert, im kommenden Vierteljahr mindestens 460 Millionen Dollar für die Versorgung der Flutopfer bereitzustellen.
Sammlung der Glückskette
Die Glückskette sammelt weiterhin für die Flutopfer in Pakistan. Spenden können auf verschiedenen Wegen übermittelt werden:
Einzahlung an jedem Postschalter auf Postcheckkonto 10-15000-6 mit dem Vermerk «Asien»
Handy-Spende (20 Rp. pro SMS) für registrierte Postkonto-Inhaber mit Vermerk «Asien» und Betrag an die Kurznummer 363 (Beispiel: Asien 50 an 363).
Spenden am Postomat
Kundinnen und Kunden von PostFinance können am Postomat gratis spenden: Unter «weitere Funktionen» befindet sich das Signet der Glückskette. Der eingegebene Betrag wird direkt dem Postkonto belastet und der Glückskette gutgeschrieben. Das Spenden am Postomaten ist spesenfrei.
Nach Einschätzung des UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge (UNHCR) braucht Pakistan jedoch deutlich mehr Hilfe als bisher veranschlagt. Das UNHCR müsse seinen Spendenaufruf an die internationale Gemeinschaft wahrscheinlich noch einmal revidieren, sagte die Sprecherin der Organisation, Billi Bierling, am Samstag dem Deutschlandradio Kultur.
Der Bedarf sei viel höher als noch vor zwei oder drei Wochen gedacht. Es gebe nach wie vor Flutwarnungen für den Süden des Landes und ein Ende sei noch nicht abzusehen. Bierling bezeichnete die Lage als «immer noch ziemlich prekär».
(agenturen/fref/engf)
Meldungen im Tagesverlauf
- Computervirus «Flame» gilt als neue Cyber-Waffe
- Miami Heat legt im Conference-Final vor
- Brandkatastrophe in Katar fordert 19 Todesopfer
- Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
- Shaqiri erneut «Spieler des Jahres»
- Elvis-Grabstätte kommt unter den Hammer
- Ungefährdeter Sieg für die Ukraine
- Saudi-Arabien: «Schlampe» wegen lackierter Fingernägel
- Fukushima-Strahlung in Thunfischen vor den USA
- SP könnte Steuerabkommen kippen
- Golden Gate Bridge im Lichterregen
- Annan ist schockiert über Massaker in Syrien
- Bankia stürzt ab – Madrilenische Börse ebenfalls
- Wacker Thun verpasst Titel knapp
- 18 Milliarden Euro Hilfen für griechische Banken
- Sion verbleibt in der Super League


Elvis-Grabstätte kommt unter den Hammer
Brandkatastrophe in Katar fordert 19 Todesopfer
Computervirus «Flame» gilt als neue Cyber-Waffe
Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
Abhörskandal: Tony Blair vor Ethikkommission
EU-Sondergipfel im Zeichen des Wachstums
Levrat lehnt Steuerabkommen ab
Facebook-Foto verleitet Räuber zu Überfall
Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
Jetzt sorgen Militärvelos für rote Köpfe
Ägypten: «Der schlimmste denkbare Albtraum ist eingetroffen»
Jeder zehnte Velofahrer ab 1. Juni nicht versichert






















Kommentar verfassen
Um einen Leser-Kommentar zu verfassen, müssen Sie sich
hier kostenlos anmelden.