International
USA setzen im Irak auf private Söldner statt Soldaten
Gestern schlossen die US-Truppen den Abzug ihrer Kampftruppen im Irak ab. Wer die Soldaten im Kampf gegen Chaos und Terrorismus ersetzten soll, blieb Washington bislang schuldig. Das US-Aussenministerium setzt nun auf eine neue (alte) Karte: Private Sicherheitsfirmen sollen möglicherweise die Sicherheitslücke füllen. Bis zu 7‘000 Söldner will man einsetzten – trotz dem Blackwater-Skandal.
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Das käme einer Verdoppelung der bisher im Irak eingesetzten privaten Sicherheitskräfte gleich. Laut Angaben der New York Times soll der Söldnerarmee v.a. der Schutz der noch bis 2011 im Land verbleibenden 50‘000 US-Ausbilder übertragen werden.
Sicherheitsfirmen sollen Aufgaben der US-Armee übernehmen
Daneben sollen die Sicherheitsfirmen auch die Sicherheit ausländischer Diplomaten gewährleisten, Terroranschläge verhindern, Radaranlagen bedienen und Überwachungsdrohnen steuern.
Zu den Aufgaben wollte sich das US-Aussenministerium im Einzelnen nicht äussern. Sprecher Philip Crowley bestätigte lediglich, dass eine Verdoppelung des jetzigen Kontingents an privaten Sicherheitskräften angedacht werde.
Afghanistan lehnt Söldner ab
Denn Probleme hat das Land nach wie vor genug: Die Sicherheitslage ist nach wie vor alles andere als stabil, immer wieder kommt es zu schweren Anschlägen. Die aktuellen Streitigkeiten in Sachen Regierungsbildung zwischen dem bisherigen Regierungschef Nuri al-Maliki und dem Sieger der letzten Parlamentswahlen, Ijad Alawi, tragen zur Entspannung dieser Situation ebenfalls wenig bei.

«USA hinterlassen Vakuum»
SF-Nahost-Korrespondent Ulrich Tilgner sieht mit dem Abzug der US-Truppen grosse Probleme auf den Irak zukommen.
Neben der befürchteten politischen Instabilität sei besonders die Grösse des irakischen Sicherheitsapparates ein Problem - bei fraglicher Effizienz.
Mehr dazu hier .
Der Irak schlägt mit dem Engagement privater Sicherheitsdienst einen anderen Weg ein als Afghanistan. Präsident Karzai hatte erst Anfang der Woche ein Dekret erlassen, welches privaten Sicherheitsfirmen sämtliche Operationen auf afghanischem Boden verbietet. Bis in 4 Monaten müssen die Söldner das Land verlassen haben.
Blackwater-Skandal unvergessen
Bei dieser Entscheidung haben sicherlich die mit Söldnerfirmen im Irak gesammelten Erfahrungen eine nicht unwesentliche Rolle gespielt.
Skandale um die Praktiken privater Sicherheitskräfte haben im Irak hat in der Vergangenheit wiederholt zu Reibereien und Verstimmungen zwischen den USA und der irakischen Regierung geführt. Trauriger Höhepunkt war der schwere Zwischenfall im Jahr 2007, als Angehörige der US-Firma Blackwater 2007 in Bagdad 17 Zivilisten getötet hatten.
Das Blackwater-Massaker und die Folgen
Mitarbeiter der im Auftrag des US-Aussenministeriums operierenden Sicherheitsfirma Blackwater richteten am 16. September 2007 ein Blutbad unter Zivilisten auf dem Nissur-Platz in Bagdad an.
Nach Zeugenaussagen schossen die Söldner dabei ohne ersichtliche Ursache mutwillig und wahllos in die Menschenmenge. 17 Menschen starben, 24 wurden schwer verletzt.
Aufgrund scharfer Proteste der irakischen Regierung leitete die US-Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen das Sicherheitsunternehmen ein. Nachdem ein Washingtoner Gericht eine Anklage wegen Formfehlern in der Beweisführung abgelehnt worden war, stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren im Februar 2010 gänzlich ein.
Daraufhin verwies die irakische Regierung 250 Söldner der inzwischen in Xe Services umbenannten Sicherheitsfirma aus dem Land.
(sda/reuters/falt)
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B. Froehlich, Petra / Lesbos
)
(B.Froehlich
Verfasst am: 20.8.2010 18:22
Obamas tiefer Fall
Er schuf Gesetze gegen die Oellobby die diese... mehr
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N. Binsberger, St. Gallen
)
(NBinsberger
Verfasst am: 20.8.2010 16:18
Freut euch!
Damit gibt es nach dieser... [1] mehr
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W. Kathriner, Sarnen
)
(A.
Verfasst am: 20.8.2010 16:15
man kann auch Muslim mit CH auswechseln (siehe Nato Beitritt)
Mit wenigen Ausnahmen sind die Staaten [der... mehr
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