Bundesratswahl 2010
Karin Keller-Sutter will in den Bundesrat
Die St. Galler FDP-Justizdirektorin Karin Keller-Sutter bewirbt sich für den Bundesrat. Keller-Sutter hat sich mit ihrer harten Ausländerpolitik und dem Kampf gegen Fussball-Hooligans schweizweit einen Namen gemacht. Mit ihrem pionierhaften Vorgehen gegen häusliche Gewalt hat die FDP-Politikerin aber auch Sympathien der Linken erworben. Sie gilt deshalb als eine der Favoriten für die Nachfolge von Bundesrat Hans Rudolf Merz.
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Die 46-jährige Karin Keller-Sutter wurde von den Delegierten der FDP-Kantonalpartei portiert werden. Bereits im Vorfeld hatten Vertreter der FDP St. Gallen darauf gepocht, dass die Ostschweiz auch nach dem Rücktritt von Bundesrat Hans-Rudolf Merz wieder in der Landesregierung vertreten sein solle. Ihre Nominierung wurde mit stehenden Ovationen gefeiert.
Karin Keller-Sutter führt seit dem Jahr 2000 das Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St. Gallen und ist Vizepräsidentin der Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren. Sie hat sich vor allem in der Ausländer- und der Sicherheitspolitik profiliert – und dabei wiederholt Pflöcke eingeschlagen, die national Beachtung fanden.
So führte St. Gallen 2003 als erster Kanton die polizeiliche Wegweisung gewalttätiger Ehepartner ein. Das Instrument setzte sich schweizweit durch. 2007 erliess Keller-Sutter Richtlinien, um Migrantinnen vor Zwangsehen zu schützen. Ebenso führte sie Jugendpolizisten ein.
«Konsequent, klar und berechenbar»
Zuletzt sorgte sie für Medienpräsenz, als sie der Gewalt im Sport den Kampf ansagte. St. Gallen geht mit Videoüberwachung, Schnellverfahren und der Veröffentlichung von Fotos im Internet gegen Hooligans vor. Keller-Sutter erntete dafür Lob, wurde aber auch in anonymen Mails beschimpft und bedroht.
Mit dem Klischee der Hardlinerin müsse sie wohl leben, sagte die Regierungsrätin in Interviews. Die FDP-Frau bezeichnet sich lieber als «konsequent, klar und berechenbar». Eine ihr nachgesagte Nähe zur SVP bestritt sie.
Auf smartvote.ch sprach sich Keller-Sutter 2008 gegen EU- Beitrittsverhandlungen der Schweiz aus, aber für eine aktive Aussenpolitik mit weniger strikter Neutralität. Auch bewaffnete Armeeeinsätze im Ausland befürwortete sie. Nein sagte sie zur Anti- Minarett-Initiative der SVP.
Nicht medienscheu, weiss die gelernte Konferenzdolmetscherin ihre Positionen eloquent via Radio, TV und Zeitungen zu erklären – und kommt damit beim Volk gut an. 2008 wurde sie mit einem Traumresultat und einem Vorsprung von 14'000 Stimmen im Regierungsamt bestätigt. Die Politikerin ist verheiratet und spricht perfekt Französisch, was ihr in der Westschweiz zum Vorteil gereicht.
(sda/bami/meip)
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G. rud.v.rohr, adliswil
)
(shahan
Verfasst am: 20.8.2010 14:47
Gradlinig, dynamisch...
Karin Keller- Sutter ist als Power-Frau und mit... mehr
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J. Lorber, Zürich
)
(JeffLorber
Verfasst am: 20.8.2010 8:08
Warum sollen wir diese Frau wollen?
Herrschsüchtig, besserwisserisch und vor allem... [3] mehr
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E. Hasler, Zürich
)
(anti-demagogie
Verfasst am: 20.8.2010 0:16
Vergleicht man die Smartspider, sieht man wenig Unterschiede zu JSA
In der Sparte "restriktive... mehr
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