Vermischtes
Namensstreit um Hotel «Mohren» in Huttwil
Ein Hotelier der bernischen Gemeinde Huttwil darf sein Hotel «Mohren» nicht «zum kleinen Prinzen» umbenennen, auch wenn sich Gäste aus den USA am bisherigen Namen stören. Der Huttwiler Gemeinderat hat gegen dieses Vorhaben Einsprache beim zuständigen Regierungsstatthalter erhoben.
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Der Hotelier hatte ein Baugesuch für die neue Beschriftung des Hotels eingereicht. Er wollte das Hotel-Restaurant «zum kleinen Prinzen» umbenennen, nach dem berühmten Buch von Antoine de St-Exupéry, wie Hoteliersfrau Käthi Graber sagte.
Das vermittle doch viel positivere Gefühle als der bisherige Name. Denn unter den Hotelgästen aus den USA befänden sich auch viele Schwarze, die sich am Namen «Mohren» störten.
Der Hotelier hat die Rechnung ohne den Huttwiler Gemeinderat gemacht. Dieser hat Einsprache gegen die Namensänderung erhoben. Der Gemeinderat verweist dabei auf die Geschichte: Laut den Chroniken sei ein Gasthof «Mohren» im schmucken Berner Landstädtchen schon Mitte des 13. Jahrhunderts belegt. Das sei doch eine «starke historische Verwurzelung», schreibt er in einer Mitteilung.
Schwarzer Kopf bleibt
Zudem wolle der Hotelier den schwarzen Kopf des Mohren im Wirtshausschild trotz Namensänderung beibehalten. Insofern werde er die «geltend gemachten Nachteile wegen Rassismusvorwürfen» nicht beseitigen können.
Schliesslich verweist der Huttwiler Gemeinderat auch darauf, dass es in der Schweiz und im benachbarten Ausland noch ziemlich viele Gasthöfe dieses Namens gibt. Damit hat er Recht: Ein Blick ins Schweizer Telefonbuch ergibt rund 70 Einträge.
(sda/coro)
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