Schweiz
SG: 15-Jährige will in der Schule weiterhin Kopftuch tragen
Der Regierungsrat des Kantons St. Gallen hat eine Empfehlung an die Schulen herausgegeben, Kopftücher zu verbieten. Der Grund für die Empfehlung sind zwei muslimische Mädchen, die sich weigern, ohne Kopftücher die Schule zu besuchen. Eines der Mädchen äussert sich gegenüber «Schweiz aktuell».
Artikel bewerten
Artikel teilen
«Schweiz aktuell» hat die 15-jährige Enisa in der bosnischen Moschee in Chur getroffen und sie gefragt, wieso sie sich entschieden hat, das Kopftuch zu tragen. «Gott verlangt das von mir, der Prophet hat auch gesagt, dass man das Kopftuch tragen soll.»
Vater hätte warten können
Dass die Schulbehörde ihr das Tragen des Kopftuches verbieten will, kann sie nicht verstehen. «Das Kopftuch ist Teil meines Glaubens, die anderen Schülerinnen und Schüler dürfen ja auch ihren Glauben praktizieren.»
Die Behörden in Bad Ragaz wollen dazu keine Stellung nehmen. Das Kopftuchverbot an der Schule habe einen «methodisch-didaktischen» Hintergrund. Man wolle im Unterricht keine störende oder ablenkende Utensilien.
Enisas Vater findet es nicht gut, dass sie jetzt schon das Kopftuch trägt. Sie hätte warten sollen, bis sie 18 Jahre alt ist. Aber: «Da kann man nichts machen, das ist definitiv, sie will das Kopftuch für immer tragen, weil der Koran das so sagt.»
In andere Gemeinde ziehen
Für Enisa ist klar was sie machen will, wenn sie das Kopftuch in der Schule nicht mehr tragen darf: «Dann würden wir wegziehen.» Ende Monat trifft sich die regionale Schulaufsicht Sargans mit Enisas Eltern zu einem Gespräch.
Die andere Schülerin aus Heerbrugg ist wegen des Verbots in eine Gemeinde gezogen, die das Kopftuchtragen in der Schule erlaubt.
(sf/fasc)
Meldungen im Tagesverlauf
- Computervirus «Flame» gilt als neue Cyber-Waffe
- Miami Heat legt im Conference-Final vor
- Brandkatastrophe in Katar fordert 19 Todesopfer
- Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
- Shaqiri erneut «Spieler des Jahres»
- Elvis-Grabstätte kommt unter den Hammer
- Ungefährdeter Sieg für die Ukraine
- Saudi-Arabien: «Schlampe» wegen lackierter Fingernägel
- Fukushima-Strahlung in Thunfischen vor den USA
- SP könnte Steuerabkommen kippen
- Golden Gate Bridge im Lichterregen
- Annan ist schockiert über Massaker in Syrien
- Bankia stürzt ab – Madrilenische Börse ebenfalls
- Wacker Thun verpasst Titel knapp
- 18 Milliarden Euro Hilfen für griechische Banken
- Sion verbleibt in der Super League


Elvis-Grabstätte kommt unter den Hammer
Brandkatastrophe in Katar fordert 19 Todesopfer
Computervirus «Flame» gilt als neue Cyber-Waffe
Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
Abhörskandal: Tony Blair vor Ethikkommission
EU-Sondergipfel im Zeichen des Wachstums
Levrat lehnt Steuerabkommen ab
Facebook-Foto verleitet Räuber zu Überfall
Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
Jetzt sorgen Militärvelos für rote Köpfe
Ägypten: «Der schlimmste denkbare Albtraum ist eingetroffen»
Jeder zehnte Velofahrer ab 1. Juni nicht versichert


















