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Maurer zu Beraterhonoraren: «Sparen dadurch Millionen»

Mittwoch, 18. August 2010, 9:38 Uhr, Aktualisiert 10:07 Uhr

Bundesrat Ueli Maurer hat sich erstmals zu den umstrittenen Honoraren für externe Berater im Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) geäussert und diese verteidigt. Maurer spricht von «gut investiertem Geld», will jedoch so bald wie möglich einzelne Beraterverträge auslaufen lassen.

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Die Beraterhonorare sorgen seit Wochen für Diskussionen in Parlament und VBS. So erhält etwa Ex-Swisscom-Chef Jens Alder für ein temporäres Mandat zur Durchleuchtung der EDV im VBS ein Honorar von 200'000 Franken, dies trotz Sparkurs und Personalstopp im VBS. Weitere 1,5 Millionen Franken gehen an die Beraterfirma Boston Consulting.

«Ich hoffe, dass wir doch mehrere solche Verträge auflösen können.»
VBS-Vorsteher Ueli Maurer

Gegenüber Schweizer Radio DRS hat VBS-Ueli Maurer nun erstmals Stellung zum Thema genommen. Die zwei Millionen Franken, die das VBS für solche Beratungen insgesamt ausgebe, seien gut investiertes Geld. «Wir sparen dadurch Millionen», sagte Maurer und wies auf die Relationen hin: Das VBS habe in den letzten Jahren über 100 Millionen Franken in die Informatik investiert.

Dennoch will Maurer die Zahl der externen Berater in nächster Zeit abbauen. «Ich bin der Meinung, dass nicht alle notwendig sind», erklärte Maurer. Es seien jedoch Verträge darunter, die seit Jahren laufen. «Wir sind daran, diese zu überprüfen und ich hoffe, dass wir doch mehrere solche Verträge auflösen können».

VBS-Budget soll erhöht werden

Ueli Maurer will das Armeebudget massiv erhöhen und 22 neue Kampfjets kaufen. Dies steht im Armeebericht, der «10vor10» vorliegt. Für die Beschaffung der neuen Kampfflieger rechnet das VBS mit Kosten von 5 Milliarden Franken. Ursprünglich geplant waren 2,2 Milliarden. Zum Artikel

Maurers Stellungnahme überzeugt den Basler FDP-Nationalrat Peter Malama nicht. Es herrsche in dieser Frage Intransparenz und das Kosten-/Nutzen-Verhältnis sei unklar, sagte Malaga, Mitglied der sicherheitspolitischen Kommission des Nationalrates, gegenüber Radio DRS.

Die Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Nationalrats wird die Beraterhonorare unter die Lupe nehmen, kündigte die Luzerner CVP-Nationalrätin Ida Glanzmann an. Das Parlament wolle Transparenz in dieser Frage.

Beratungshonorare in Millionenhöhe (Tagesschau, 27.07.2010)

(sf/sda/meip)

Kommentare aktiv...

B. Froehlich, Petra / Lesbos
(B.Froehlich Mann)
Verfasst am: 18.8.2010 17:36

Komisch wie

BR Maurer rechnet. Millionen fuer Berater die ein... mehr

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U. Rothenbuehler, Bern
(Arcus5 Mann)
Verfasst am: 18.8.2010 15:25

Ja und BR Leuenberger

So und wie ist es mit BR Leuenberger und seinen... [1]  mehr

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N. Binsberger, St. Gallen
(NBinsberger Frau)
Verfasst am: 18.8.2010 13:27

Job und Honorar

Reine Vernebelungstaktik. U.a. das Einsparen von... mehr

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