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International

Pakistan versichert: Hilfe kommt bei Flutopfern an

Mittwoch, 18. August 2010, 5:48 Uhr

Spenden für die Flutopfer in Pakistan sind bisher nur spärlich geflossen. Die Regierung in Islamabad versicherte nun erneut, dass die Gelder gewissenhaft eingesetzt werden. In der Schweiz ist heute Mittwoch nationaler Sammeltag der Glückskette für die Flutopfer.

Man überlege, ausländische Prüfer zu Überwachung der Verwendung von Spenden einzustellen, sagte Pakistans Innenminister Rehman Malik der britischen BBC. Keinesfalls würden die Spenden in die Hände von Extremisten gelangen. Sie gehörten «den Armen, den Flutopfern».

Bild Bedürftige nehmen Hilfsgüter entgegen.
Pakistan erwägt, die Verteilung von Spenden von ausländischen Prüfern überwachen zu lassen. reuters

Malik sagte, er sei sich auch der Gefahr bewusst, dass die Taliban ihren Einfluss in den Katastrophengebieten ausweiten könnten, indem sie dort als Helfer aufträten. Man werde es den Extremisten aber nicht erlauben, die Krise zu ihren Gunsten zu nutzen.

UNO wartet auf Geld

Die Zurückhaltung der Spender war unter anderem mit der Angst vor Korruption und dem Einfluss der Taliban in Pakistan begründet worden. Die UNO wartet immer noch auf knapp zwei Drittel der von ihr angeforderten Mittel.

Nach Angaben der UNO sind bislang nur 160 Millionen Dollar Soforthilfe für Pakistan eingegangen. Am vergangenen Mittwoch hatte die UNO 459 Millionen Dollar bei der internationalen Gemeinschaft angefordert.

Nationaler Sammeltag der Glückskette

In der Schweiz führt die Glückskette am heutigen Mittwoch einen nationalen Sammeltag für die Flutopfer in Pakistan und angrenzenden Gebieten in Asien durch. Einzelheiten zur Spendenaktion finden Sie hier.

Die EU hat eine internationale Geberkonferenz vorgeschlagen, um die benötigten grossen Geldsummen für den langfristigen Wiederaufbau des Landes zusammenzubekommen. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso stellte «eine spürbare Erhöhung» der Katastrophenhilfe der EU-Kommission - bisher 40 Millionen Euro - in Aussicht.

Lage immer dramatischer

In den überfluteten Gebieten wird die Lage immer dramatischer: Unter den Millionen Flüchtlingen breiten sich Krankheiten aus. Hochwasser habe ein Fünftel der Gesundheitseinrichtungen im Land beschädigt, sagte der stellvertretende Regionaldirektor der Weltgesundheitsorganisation WHO, Abdullah Assaedi.

Nach Angaben des UNO-Flüchtlingshilfswerks UNHCR verwüsteten die Wassermassen auf ihrem Weg nach Süden noch mehr Gebiete und trieben zahlreiche weitere Menschen in die Flucht - ein Fünftel Pakistans stehe unter Wasser. Die Bestände an Hilfsmitteln schrumpften.

In den Fluten starben bisher fast 1500 Menschen. Etwa 20 Millionen sind von der Katastrophe betroffen.

(sda/buet)

Kommentare aktiv...

P. D., Esslingen am Neckar
(Peterle Mann)
Verfasst am: 19.8.2010 11:21

Wieso die Beteuerung

der Regierung in Islamabad? So etwas ist doch... mehr

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E. Kandl, München

Verfasst am: 18.8.2010 12:38

Hilfe ist unbedingt erforderlich

M.E. sollte man sich nicht darauf hinausreden,... mehr

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S. Schneeberger, Gossau
(Sybille Frau)
Verfasst am: 18.8.2010 11:12

Wer glabut

die Gelder kommen bei den Notleidenden an, der... mehr

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