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International

SF-Sonderkorrespondent: «Schleichende Katastrophe in Pakistan»

Florian Frey
Dienstag, 17. August 2010, 17:58 Uhr

Die Lage in Pakistan verschärft sich laufend. Laut SF-Sonderkorrespondent Erwin Schmid brechen auch im Süden des Landes immer neue Dämme. Das grösste Problem aber ist: Noch immer haben die Hilfsorganisationen zu wenig Mittel, um zu helfen.

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In Pakistan sind Behörden und Militär überfordert

Das Vorwärtskommen im Land sei sehr schwierig, so Schmid gegenüber «tagesschau.sf.tv». Die pakistanische Armee sperrt immer wieder Gebiete ab, weil sie als gefährdet gelten. So kommt man höchstens an den Rand der überschwemmten Regionen – und steht vor einem Meer aus Wasser, wo einst Felder lagen.

Bild Erwin Schmid mit Mikrofon in der Hand.
SF-Sonderkorrespondent Erwin Schmid glaubt, dass die gravierendsten Probleme noch bevorstehen. sf

Die Felder-Wirtschaft in Südpakistan begünstigt das flächenmässige Ausdehnen des Hochwassers. In der Getreidekammer des Landes sind die einzelnen Reis-, Baumwolle- und Getreidefelder mittels Dämmen voneinander abgetrennt.

Das Wasser weicht die Erdhügel auf. Kaum brechen sie, ist wieder eine riesige zusätzliche Fläche unter Wasser. Laut Augenzeugen stieg dann das Wasser sehr schnell, wie Schmid berichtet.

Probleme werden zunehmen

Die Wut der Pakistani auf ihre Regierung wächst in gleichem Masse wie das Ausmass der Katastrophe. Die Menschen sind enttäuscht, dass sich ihre politischen Vertreter nicht einmal in den Krisenregionen blicken lassen. Geschweige denn helfen.

Dagegen findet Schmid eine enorme Solidarität unter den Pakistani vor. Flüchtlinge werden von Landsleuten aufgenommen, deren Unterkünfte noch intakt sind. Viele finden Unterschlupf bei Verwandten oder Bekannten.

Doch genau darin lauert neues Konfliktpotential. «Das ist eine schleichende Katastrophe», sagt Schmid. Denn die Menschen haben selber so wenig, dass sie kaum im Stande sind, die Flüchtlinge zu ernähren.

Dringend benötigte Logistik-Mittel

Die Grundversorgung ist das Hauptproblem derzeit, so der SF-Sonderkorrespondent. Auch dort, wo bereits ansässige Hilfsorganisationen erste Massnahmen ergreifen, fehlt es an allem.

Bild Eine Frau und ein Mann mit zwei Kindern auf schlammigem Boden vor Zelten.
Die Hilfe geht im Moment nicht über Zelte hinaus - für mehr fehlt die Logistik. reuters

Die Hilfswerke oder lokalen Behörden können gerade mal ein paar Zelte aufstellen. Zum Teil gibt es für ein paar wenige Tage Medikamente. Doch die Flüchtlinge brauchen Wasser, Nahrung, Kleider.

Damit all die fehlenden Materialien in die Katastrophen-Gebiete gebracht werden können, müsste die Logistik schnell verbessert werden, meint Schmid. Aufgrund der grossen Ausdehnung der Katastrophe eine Herkules-Aufgabe, die wohl nur mit massiv mehr Hilfe aus dem Ausland bewältigt werden.

Kommentare aktiv...

I. Ndlovu, Mbombela
(Ndlovu Mann)
Verfasst am: 18.8.2010 18:05

...schleichende Katastrophe...

... ich wuerde eher "galloppieren" als... mehr

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N. Holzinger, Aarburg
(Nyleve Frau)
Verfasst am: 18.8.2010 9:19

Hilfe

Ich denke, dass es an der Zeit ist zu helfen. Es... mehr

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C. Kirk, Klingonia
(Bulldozer Mann)
Verfasst am: 18.8.2010 0:09

entweder oder.....oder

Blöd ist einfach, dass Spendengelder entweder in... mehr

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