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Bundesratswahl 2010

Karin Keller-Sutter wartet mit Kandidatur-Entscheid

Montag, 16. August 2010, 10:09 Uhr, Aktualisiert 13:35 Uhr

Die St.Galler FDP-Regierungsrätin gilt als Favoritin für die Nachfolge von Bundesrat Merz. Nun hat sie gegenüber der «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens bekannt gegeben, dass sie nicht vor kommendem Donnerstag sagen wird, ob sie sich für das Amt bewerben will oder nicht. Derweil hat die Zürcher FDP-Regierungsrätin Ursula Gut erklärt, sie möchte nicht ins Rennen um die Merz-Nachfolge steigen.

«Ich werden den Entscheid vor der Delegiertenversammlung der St.Galler FDP bekannt geben - und nicht vorher. Dies ist für mich eine Frage des Respekts und der Wertschätzung gegenüber den Institutionen. Es ist schliesslich die Delegiertenversammlung, die über eine allfällige Nomination entscheidet», begründet Karin Keller-Sutter.

Bild Karin Keller-Sutter
Karin Keller-Sutter will nicht vorpreschen. reuters

Die Delegierten der St.Galler FDP treffen sich am kommenden Donnerstag zur Nominationsversammlung in Berneck (SG).

Gut will Regierungsrätin bleiben

Während Keller-Sutter ihren Entscheid erst am Donnerstag kommunizieren will, verzichtet die Zürcher FDP-Regierungsrätin Ursula Gut auf eine Kandidatur für die Merz-Nachfolge. Stattdessen will Gut erneut für den Zürcher Regierungsrat kandidieren.

Sie sei von den Freisinnigen Frauen der Schweiz angefragt worden, ob sie für die Nachfolge von Bundesrat Hans-Rudolf Merz kandidieren wolle und habe eine Bewerbung geprüft. Sie teile zwar das Anliegen, dass die FDP durch eine Frau im Bundesrat vertreten sein solle. Doch sie sei zum Schluss gekommen, sie wolle weiterhin «den Auftrag erfüllen, der mir durch meine Wahl in den Regierungsrat erteilt wurde».

Bild Frau mit Brille
Ursula Gut war 2006 in den Zürcher Regierungsrat gewählt worden. keystone

Sie vermochte damals den FDP-Sitz von Dorothée Fierz zu verteidigen, die wegen eines Kompetenzgerangels hatte zurücktreten müssen. Seit ihrer Wahl steht Gut der Finanzdirektion vor.

Marina Masoni winkt ebenfalls ab

Die ehemalige Tessiner FDP-Regierungsrätin Marina Masoni steht ebenfalls nicht für eine Bundesratskandidatur zur Verfügung. Die 52-jährige Regierungsrätin begründete ihre Absage damit, dass die Parteileitung der Tessiner FDP nur einen Kandidaten ins Rennen schicken wolle. Sie hätte sich zur Verfügung gestellt, wenn dies die Partei gewollt hätte, schrieb sie in einer kurzen Mitteilung. Dies sei offensichtlich nicht der Fall.

Bild Masoni im Jahr 2007 während der Regierungsratswahlen
Marina Masoni wurde 2007 aus der Tessiner Regierung abgewählt. reuters

Masoni reagierte damit auf die Ankündigung von FDP-Nationalrat Ignazio Cassis, dass er Interesse an einer Bundesratskandidatur habe. Dieser Schritt war vom Tessiner Kantonalpräsident Walter Gianora begrüsst worden.

(sda/sf/muei)

Kommentare aktiv...

E. Hummel, Glarus
(Garteneden Frau)
Verfasst am: 16.8.2010 19:13

starke Persönlichkeit

Im Bundesrat braucht es wieder vermehrt starke... mehr

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G. Niedermann, Zürich
(giselaniedermann Frau)
Verfasst am: 16.8.2010 17:11

Karin Sutter-Keller

wäre eine echte Bereicherung für die... mehr

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P. Jegerlehner, Ostermundigen
(bantiger Mann)
Verfasst am: 16.8.2010 16:17

Frau Karin Keller-Sutter ist eben eine

kluge Frau.Sie wartet mit ihrem Kand.Entscheid... mehr

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