Vermischtes
Warnung vor riskanten Pillen-Cocktails
Die Kombination vieler Medikamente kann gerade für ältere Menschen gefährlich sein. Forscher der Universität Witten/Herdecke haben erstmals eine Liste der für Senioren problematischen Arzneimittel veröffentlicht. Die Aufzählung soll Ärzten und Apothekern helfen, ältere Patienten vor Komplikationen zu schützen.
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Nicht alle Medikamente, die jungen Menschen helfen, sind auch für Senioren geeignet. Zum einen reagiert der Körper älterer Menschen oft anders auf ein Medikament etwa weil Arzneimittel im Alter meist langsamer abgebaut werden und daher oft stärker wirken.
Zudem nehmen viele Senioren unterschiedliche Präparate gegen verschiedene Erkrankungen. Damit steigt das Risiko für Wechsel- und Nebenwirkungen deutlich.
83 Präparate aufgelistet
Die Wittener Pharmakologen veröffentlichten im «Deutschen Ärzteblatt» eine Liste mit 83 Medikamenten, die für ältere Menschen Risiken bergen, darunter diverse Schmerzmittel.
«Wir bieten den Ärzten auch Informationen darüber, bei welchen Erkrankungen ein Medikament möglichst nicht verwendet werden sollte», erläutert die Pharmakologin Petra Thürmann. Mitunter nennt die Liste darüber hinaus sichere Alternativen zu riskanten Wirkstoffen.
Häufig verschriebene Medikamente
Das Team um Thürmann hat im Auftrag des deutschen Forschungsministeriums die sogenannte Priscus-Liste erstellt. Darin hat die Wissenschaftlerin häufig verschriebene Medikamente aufgelistet, die für ältere Menschen eine Gefährdung darstellen können: Darunter nicht-steroidale Antirheumatika (NSAID) wie Indometacin, einige Psychoanaleptika wie Amitriptylin und Psycholeptika wie Thioridazin.
Besonders beim Einsatz einiger Schmerzmedikamente und Psychopharmaka drohten inakzeptable Risiken wie Nierenschädigungen, Magenblutungen und erhöhtes Sturzrisiko, lautet das Ergebnis.
(apn/sf/halp)
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J. Lorber, Zürich
)
(JeffLorber
Verfasst am: 13.8.2010 8:18
Aber immer schön "Drogen" verbieten
Das die Chemie aber weit mehr Nebenwirkungen als... mehr
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