International
Berlusconi unterbreitet Fini Friedensangebot
Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi versucht mit allen Mitteln seine Regierung zu retten. Deshalb machte er dem abtrünnigen Gianfranco Fini ein Friedensangebot.
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Silvio Berlusconi forderte Fini und seine Sympathisanten auf sich auf ein neues Regierungsprogramm zu einigen. Ein Übereinkommen würde es ermöglichen, die gemeinsame Arbeit wieder aufzunehmen, erklärte der Premierminister.
Programm mit vier Punkten
Das entsprechende Vier-Punkte-Programm von Berlusconi beinhaltet unter anderem Reformen im Bereich des Steuer- und Justizsystems. Einem Hauptanliegen der Lega Nord folgend, will Berlusconi ausserdem die Einführung des Föderalismus vorantreiben. Die rechtsföderalistische Regierungspartei war nach dem Bruch mit Fini zum zuverlässigsten Bündnispartner geworden.
Parteiinterner Bruch
Berlusconi und Fini hatten schon seit längerem parteiinterne Differenzen. Eskaliert war die Situation Anfang August, als Berlusconi Fini vorwarf, eine interne Opposition aufgebaut zu haben. Er forderte ihn auf, von seinem Amt als Präsident der Abgeordnetenkammer zurückzutreten. Fini lehnte dies aber ab und bildete mit seinen Anhänger eine eigene Parlamentsgruppe.
Gespräche ja – aber nicht bedingungslos
Die Vertrauten Finis begrüssten Berlusconis Dialogbereitschaft. Bedingung für die Wiederaufnahme der Gespräche sei aber, dass die täglichen Angriffe gegen Fini von Seiten der Anhänger Berlusconis eingestellt werden.
(sda/bouf/trat)
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