Schweiz
Wolf im Wallis erlegt
Ein männlicher Wolf ist auf der Alpe Scex oberhalb von Crans-Montana im Wallis erlegt worden. Er hielt sich in der Nähe einer Rinderherde auf. Das Tier wurde innerhalb der Zone getötet, die am 6. August 2010 zum Wolfsabschuss freigegeben worden ist.
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Der Abschluss erfolgte in Anwendung der durch das Konzept Wolf Schweiz festgelegten Frist. Der Wolf wurde von einem Mitglied der Jagdaufsicht getötet, teilte die Walliser Staatskanzlei. Gemäss Wolfskonzept wird es zur Untersuchung ins Tierspital Bern gebracht.
60 Tage Zeit für Wildhüter
Zum Abschuss wurde der Wolf freigegeben, weil er nebst mehreren Schafen auch Kälber angegriffen hatte. Für sie gibt es laut Bund und Kantone keine griffigen Schutzmassnahmen. Die Wildhüter hätten 60 Tage Zeit gehabt für den Abschuss. Weitere Angaben zum Abschuss selber macht die Staatskanzlei nicht.
Sechs tote Wölfe
Seit dem Jahr 2000 sind in der Schweiz nach Angaben des Bundesamtes für Umwelt sechs Wölfe - inklusive dem jüngsten Abschuss im Wallis - nach einer Abschussbewilligung getötet worden.
Ein weiteres Tier wurde getroffen, aber nie gefunden. In fünf Fällen entwischte ein Wolf seinen Jägern.
Sollten sich die Angriffe auf die Rinderherden im betroffenen Gebiet fortsetzen, wird die Situation gestützt auf das Konzept Wolf Schweiz, neu beurteilt. Eine DNA-Analyse hatte zuvor ergeben, dass mindestens zwei Wölfe Rinder gerissen hatten. Es handelt sich um ein Wolfspaar. Es ist der erste Nachweis einer Paarbildung, seit sich der Wolf in der Schweiz wiederangesiedelt hat.
«Der Kanton Wallis löst kein Problem»
Enttäuscht über den Abschuss zeigten sich die Umweltverbände: «Der Kanton Wallis hat zwar einen Wolf erlegt, aber kein Problem gelöst», liess sich WWF-Wolfexperte Kurt Eichenberger in einem Communiqué zitieren. Der nächste Wolf werde kommen. Im Wallis sei endlich ein ausreichender Herdenschutz nötig.
Mit dem Gewehr würde man keine Probleme lösen, betonte Eichenberger gegenüber der «Tagesschau». «Wir werden, wenn es so weitergeht, Jahr für Jahr vor derselben Situation stehen.»
Die Abschussbewilligung sei bereits äusserst fragwürdig gewesen, da es keine klaren Kriterien bezüglich gerissenen Rindern gebe, hielt die Gruppe Wolf Schweiz fest. Auch der Verein Wildtierschutz Schweiz kritisierte den Wolfsabschuss durch den Kanton Wallis.
Erstes Paar seit Wiederauftauchen
Der Nachweis des Walliser Wolfspaars war laut dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) der erste Beweis für eine Paarbildung, seit sich der Wolf in der Schweiz wiederangesiedelt hat. Nicht ausgeschlossen ist, dass sich auch Jungtiere beim Paar befinden.
Die zwei Wölfe stammen ursprünglich aus Italien, sie sind aber in der Schweiz schon länger bekannt: Das nun erlegte Männchen bewegte sich in den Nordwestalpen zwischen den Kantonen Bern und Freiburg. Das Weibchen zieht seit dem vergangenen Jahr durch das Wallis.
Über ein Dutzend Wölfe
Die 15 bis 20 Wölfe, die laut dem Bundesamt für Umwelt in der Schweiz leben, sind durch die internationale Berner Konvention geschützt. Nach dem Konzept Wolf Schweiz dürfen die Kantone aber einen Abschuss bewilligen, wenn die Wölfe «erhebliche Schäden» verursachen. Konkret ist eine Abschussbewilligung möglich, wenn ein Wolf 25 Nutztiere in einem Monat oder 35 in vier Monaten reisst.
Der Abschuss nach Angriffen auf Kälber ist nicht gesondert geregelt; solche Attacken sind eher selten. Jährlich gehen rund 350 Schafe in den Schweizer Alpen auf das Konto von Wölfen - deutlich mehr Tiere sterben wegen Unfällen, Krankheiten oder stürzen ab. Ohne Mithilfe des Wolfes dürften jährlich rund 10'000 Tiere sterben.
(sda/bosy/weis)
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D. Schaller, Visp
)
(D.Schaller
Verfasst am: 12.8.2010 21:17
An alle Wolfsfreunde
Das Wallis hat den Herdenschutz nicht... mehr
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W. Niedermeier, Zürich
)
(Tal
Verfasst am: 12.8.2010 17:39
Diese Tiere...
...zu töten ist überhaupt nicht nötig. Da sie... mehr
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M. Kissling, Hittnau
)
(Mel25
Verfasst am: 12.8.2010 14:58
Schön...
wie hier die meisten Mitgefühl mit dem Wolf... mehr
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