Bundesratswahl 2010
Sommaruga: «Ich bleibe nicht länger als 15 Jahre»
Die Berner SP-Ständerätin Simonetta Sommaruga will für den Bundesrat kandidieren. Sie gilt als Kronfavoritin für die Nachfolge des abtretenden Bundesrats Moritz Leuenberger. Mit einer Anspielung auf die lange Amtszeit von Leuenberger sorgte sie vor den Medien in Bern für Heiterkeit.
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Sollte sie im Herbst in den Bundesrat gewählt werden, wollte sie «auf jeden Fall nicht länger als 15 Jahre« im Amt bleiben, sagte die 50-Jährige.
«Ich bin zum Schluss gekommen, dass ich mein bisheriges Engagement für die Konsumentinnen und Konsumenten, für die Schwächsten im Land, für die Umwelt, für eine solidarische und offene Schweiz im Bundesrat einbringen will. Deshalb habe ich mich für eine Kandidatur entschieden», begründete Sommaruga ihren Entscheid gegenüber der «Tagesschau».
Bei der Frage nach einem allfälligen Wunschdepartement, hielt sich Sommaruga bedeckt. Zudem bekannte sie sich an der Medienkonferenz deutlich zur Konkordanz und blieb in der EU-Frage realistisch. Sie sei nach wie vor für einen Beitritt der Schweiz. Sie sei aber auch realistisch genug, um zu wissen, dass man einen Beitritt nicht erzwingen könne.
Die Geschäftsleitung der kantonal-bernischen SP nominierte sie am Dienstagabend einstimmig zu Handen der SP Schweiz. Die bernische SP erklärte in einem Communiqué, die Ständerätin sei ihre Wunschkandidatin - «eine Bundesrätin Sommaruga würde der Schweiz sehr gut tun».
Bürgerliches Bollwerk gesprengt
Sommaruga gilt bei den Ersatzwahlen im kommenden Herbst als Kronfavoritin. Als gemässigte und pragmatische Linke pflegt sie gute Kontakte bis ins bürgerliche Lager. In den 1990er-Jahren machte sie sich national einen Namen als Konsumentenschützerin.
SP-Politikerin mit Sympathien bis ins bürgerliche Lager
Simonetta Sommaruga zählt zu den populärsten Politikerinnen der Schweiz. «10vor10» hatte die Berner SP-Ständerätin Mitte Juli porträtiert, wenige Tage nach der Rücktrittsankündigung von Moritz Leuenberger. Sehen Sie hier den Beitrag.
Ihre politische Laufbahn begann Sommaruga als Gemeindepolitikerin in Köniz (BE), es folgte der Sprung in den Nationalrat. 2003 gelang Sommaruga ein für bernische Verhältnisse historischer Erfolg: sie schaffte es, das bürgerliche Bollwerk im Ständerat zu sprengen.
Dem Anciennitätsprinzip folgend regelt das Parlament zuerst die Nachfolge des SP-Bundesrats Leuenberger.
Schafft die Bernerin Sommaruga den Sprung in die Landesregierung, wird es für die FDP schwieriger, mit Johann Schneider-Ammann ebenfalls einen Kandidaten aus Bern durchzubringen.
Trotzdem räumen Beobachter Schneider-Ammann gute Chancen ein, aufgrund seiner Person und seines Leistungsausweises nominiert zu werden. Dies zähle mehr als der Heimatkanton.
Bruderer: Verstärktes Engagement für Krebsliga
Die höchste Schweizerin, Pascale Bruderer sagte derweil, es sei nicht der richtige Zeitpunkt, um anzutreten.
«Ich möchte mich in den nächsten Monaten auf den Abschluss meines Amtsjahres als Nationalratspräsidentin konzentrieren», sagte die 33-Jährige in einem Interview mit der Aargauer Zeitung. Danach wolle sie ihre Parlamentsarbeit weiter vertiefen und sich in ihrer Funktion als Geschäftsführerin der Krebsliga Aargau wieder stärker engagieren.
(sf/sda/koua/muei)
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P. D., Esslingen am Neckar
)
(Peterle
Verfasst am: 12.8.2010 11:03
Sommaruga: «Ich bleibe nicht länger als 15 Jahre»
Ist das eine Drohung?
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W. Utzinger, Zürich
)
(wutzinger
Verfasst am: 11.8.2010 20:29
Ich frage mich,
warum alle so gegen die EU sind? Wir kommen... [1] mehr
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I. Ndlovu, Mbombela
)
(Ndlovu
Verfasst am: 11.8.2010 19:04
15 Jahre....
... das koennte in Grauen ausarten... Besser,... [1] mehr
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