International
Pakistans Taliban nutzen Notlage aus
Die pakistanischen Taliban haben die Regierung aufgerufen, westliche Hilfen zur Bewältigung der Hochwasserkatastrophe abzulehnen. Die Taliban versuchen zudem, die Lage nach dem schwersten Hochwasser seit 80 Jahren für sich auszunutzen. Sie betätigen sich als Hochwasserhelfer und wollen damit ihren Einfluss im Land verbessern.
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Das Geld fliesse nur in die Taschen korrupter Beamter in den betroffenen Regionen, erklärte ein Sprecher die Haltung der radikalislamischen Bewegung bezüglich der westlichen Finanzhilfe.
Die Taliban hatten ihrerseits Hilfen für die Flutopfer in Höhe von 20 Millionen Dollar in Aussicht gestellt.
Die Opfer der Naturkatastrophe werfen der pakistanischen Regierung vor, sie im Stich zu lassen. Präsident Asif Ali Zardari hatte trotz der schweren Überschwemmungen eine Reise nach Europa fortgesetzt und war erst am Dienstag in die Heimat zurückgekehrt.
Von der unzureichenden Hilfe versuchen die Islamisten im Land zu profitieren. In einigen Regionen betätigen sich die Taliban als Hochwasserhelfer. Als schnelle Helfer vor Ort wollen sie ihr Ansehen verbessern und ihren Einfluss im Land ausbauen. Das Militär hat mittlerweile die Führung bei den Hilfsmassnahmen übernommen.
Von dem schwersten Hochwasser seit 80 Jahren sind nach Angaben der UNO knapp 14 Millionen Pakistaner betroffen. Mehr als 1800 Menschen starben, rund zwei Millionen sind obdachlos.
(sda/stom)
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E. Hummel, Glarus
)
(Garteneden
Verfasst am: 11.8.2010 12:52
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