International
Pakistans Präsident Zardari besucht erst jetzt Krisenregion
Der pakistanische Präsident Zardari hat inzwischen - nach heftiger Kritik - seine Auslandsreise abgebrochen und ist nach Pakistan zurückgekehrt. Dort will er die Hochwassergebiete seines Landes besuchen. Nach Ansicht vieler Pakistaner erfolgt dieser Besuch jedoch zu spät.
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Die Opfer der verheerenden Überschwemmungen werfen dem Präsidenten vor, er habe die Bevölkerung im Stich gelassen und stattdessen seine Reise in Grossbritannien und Frankreich fortgesetzt.
Die Glückskette sammelt
In Pakistan haben sich die sintflutartigen Regenfälle in den vergangenen Tagen auf weitere Provinzen im Süden und nach Indien in die Region Kaschmir ausgeweitet. Die Uno schätzt die Zahl der betroffenen Menschen auf rund 13 Millionen.
Die Glückskette nimmt Spenden für Hilfe in den betroffenen Regionen entgegen: Glückskette Postkonto 10-15000-6 (Vermerk: «Überschwemmungen Asien»). Acht Partnerhilfswerke der Glückskette sind vor Ort aktiv und leisten Nothilfe.
Zwei Millionen Menschen obdachlos
Vertreter der US-Regierung zeigten sich besorgt angesichts der wachsenden Feindlichkeit gegenüber Zardari. Pakistan ist ein wichtiger Verbündeter im Kampf gegen die Taliban in Afghanistan.
Die Fluten haben über eine Länge von 1000 Kilometern eine Schneise der Verwüstung angerichtet und die Häuser von zwei Millionen Menschen zerstört. Rund 13 Millionen Menschen - acht Prozent der Bevölkerung - haben ihr Hab und Gut verloren und sind auf Hilfe angewiesen. Mindestens 1600 Menschen starben.
Laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) werden die Überschwemmungen die ohnehin schwächelnde pakistanische Wirtschaft massiv zurückwerfen. IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn signalisierte Zardari Unterstützung. Die Organisation sei zu Verhandlungen bereit, wie Pakistan geholfen werden könne, sagte ein IWF-Sprecher.
(sda/rucf)
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