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International

220 Strafanzeigen wegen Loveparade-Katastrophe

Dienstag, 10. August 2010, 18:11 Uhr

Gut zwei Wochen nach der Katastrophe bei der Duisburger Loveparade sichtet eine über 80-köpfige Ermittlungsgruppe eine riesige Datenflut. Die Polizei hat mehr als 1000 Hinweise zum Geschehen erhalten, auch aus dem Ausland.

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Die bisher über 220 bei der Staatsanwaltschaft eingereichten Strafanzeigen richten sich gegen den Veranstalter der Parade, die Stadt Duisburg und die Polizei.

Spezialisten haben unterdessen über 50 Terabyte Datenvolumen beim Veranstalter, der Stadt Duisburg, der Feuerwehr Duisburg und der Polizei sichergestellt – eine Menge, die ausgedruckt tausende Aktenordner füllen würde.

Auswertung von Handyvideos von Zeugen

Darüber hinaus müssen die Ermittler über 900 Stunden Videomaterial aus Überwachungskameras, Beweissicherungsmaterial der Polizei, Handyvideos von Zeugen, von Medien zur Verfügung gestelltes Material und Internetveröffentlichungen sowie umfangreiches Fotomaterial auswerten.

Fünf Staatsanwälte und eine inzwischen auf über 80 Fahnder aufgestockte Ermittlungsgruppe der Polizei seien mit der Ursache und Verantwortlichkeit des Unglücks, bei dem 21 Menschen ums Leben kamen, beschäftigt.

Lieber sorgfältig und genau statt schnell

Die Ermittlungen würden wegen ihrer grossen Komplexität Zeit brauchen, baten die Ermittler um Verständnis. Sorgfalt und Genauigkeit gingen hier vor Schnelligkeit.

(ap/buev)

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