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Mehrheit der SF-User befürwortet Merz-Rücktritt

Samstag, 7. August 2010, 16:14 Uhr

14 Jahre in Bundesbern seien genug, sagte Hans-Rudolf Merz bei der Ankündigung seines Rücktritts und schloss damit die vergangenen sieben Jahre als Bundesrat mit ein. Dieser Meinung ist auch die Mehrheit der Teilnehmer einer Umfrage von «tagesschau.sf.tv». Trotz viel Kritik gibt es auch Lob für die Arbeit des abtretenden Finanzministers.

73 Prozent der User, die an der nicht repräsentativen Umfrage teilnahmen, sind der Meinung, dass nach sieben Jahren und zwei grossen Krisen die Zeit für den Rücktritt reif war.

«Ein weiser Entscheid», urteilt ein Leser von «tagesschau.sf.tv» in einem Kommentar. «Rein menschlich und persönlich ist Herr Merz ein überaus sympathischer und gewinnender Typ – jedoch schien mir seine Abhängigkeit zur Finanzindustrie immer zu gross und zu offensichtlich.»

Bild Grafik mit Resultat der Umfrage
Drei Viertel der Befragten sind zufrieden mit dem Rücktritt von Hans-Rudolf Merz. sf

Dass eine Mehrheit den Rücktritt von Merz befürwortet, ist wie der Rücktritt selbst, wenig überraschend: Der Finanzminister war in letzter Zeit wegen der Libyen-Krise, dem Rettungspaket für die UBS und der Aufweichung des Bankgeheimnisses unter grossem Druck gestanden.

«Erinnern wir uns an das Positive und verzeihen ihm, wo er weniger erfolgreich war.»
Leserkommentar auf «tagesschau.sf.tv»

27 Prozent der Umfrageteilnehmer glaubt hingegen, dass Hans-Rudolf Merz der Landesregierung nach wie vor gut tun würde. Dies zeigen auch auffällig viele Leser-Kommentare auf «tagesschau.sf.tv.», in denen – im Gegensatz zu vielen kritischen Pressekommentaren – Merz' Leistung gelobt wird. «Er hat unser Land aus der Defizitfalle gerettet und in eine rentable, weltweit angesehene Sache verwandelt», schreibt ein Kommentator.

«Erinnern wir uns an das Positive und verzeihen ihm, wo er weniger erfolgreich war», fordert ein anderer Leser. «Erfolg hängt halt oft von äusseren Umständen ab, die sich nicht oder nur schwer beeinflussen lassen. Die Libyenaffäre und das UBS-Debakel waren solche Fälle.»

(sf/meip)

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