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Wirtschaft

Viele Unternehmen schauen optimistisch in die Zukunft

Freitag, 6. August 2010, 12:36 Uhr, Aktualisiert 14:35 Uhr

Die Schweizer Unternehmen erwarten in den nächsten drei Monaten eine steigende Nachfrage. Das zeigt eine Umfrage der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich.

Bild Gut besetztes Gartenrestaurant mitten in der Stadt.
Trotz dem Aufschwung muss im Gastgewerbe mit weiterem Stellenabbau gerechnet werden. keystone

In der Industrie, im Handel und bei den Dienstleistern haben die Produktion und die Auslastung in den letzten Monaten bereits zugenommen. Der breit abgestützte Aufschwung im zweiten Quartal dürfte auch positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben, sagt der KOF-Leiter Jan-Egbert Sturm.

KOF-Leiter Jan-Egbert Sturm rechnet weiterhin mit sinkenden Arbeitslosenzahlen.

Die KOF hat im Juli eine Umfrage bei 7100 Unternehmen durchgeführt und kommt zum Schluss: «Die Schweizer Wirtschaft profitiert von einer sich erholenden Weltkonjunktur, vor allem in Asien und Lateinamerika», sagt Sturm. Die Folgen

Daher liessen sich die Folgen des starken Frankens besser meistern als befürchtet. Dennoch sei mit Blick auf das nächste Halbjahr eine gewisse Vorsicht geboten, da sich Wechselkurs-Schwankungen verzögert auf die Industrie auswirkten.

Die Industrie erholt sich besonders stark

Das Gastgewerbe, die Banken und der Detailhandel hätten den Rückgang in der Wertschöpfung stoppen können, sagt Sturm. Bei den Banken und im Gastgewerbe dürfte der Stellenabbau aber noch eine Weile anhalten. Die Industrie konnte ihre Kapazitätsauslastung in den letzten drei Monaten so stark erhöhen wie seit 2004 nicht mehr.

Für den Leiter der KOF gibt es aber Vorbehalte: Insbesondere in den USA und in Teilen Europas könnte die Wirtschaft wieder ins Stottern kommen. Mit einer neuen Rezession rechnet Sturm aber nicht. Besonders positiv ist er für die Schweizer Wirtschaft.

«Die Schweiz hat die Rezession seit zwei Quartalen überstanden», sagt KOF-Leiter Jan-Egbert Sturm.

(sda/otta)