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Merz: «Ich darf mit erhobenem Haupt meine Position verlassen»

Freitag, 6. August 2010, 19:11 Uhr

Nach Bekanntgabe seines Rücktritts hat Bundesrat Hans-Rudolf Merz gegenüber der «Tagesschau» gesagt, dass es der richtige Zeitpunkt sei, um neue Kräfte zu installieren. Für ihn seien die Resultate der Sommersession ein wichtiger Anhaltspunkt gewesen. Nach monatelangem Kämpfen seien nun viele Ziele erreicht. FDP-Präsident Fulvio Pelli hingegen hätte es begrüsst, wenn Merz bis zum Ende der Legislatur geblieben wäre.

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«Ich darf mit Stolz und erhobenem Haupt meine Position verlassen»

«Vieles, was vor uns steht, braucht mehr Zeit», sagte der Finanzminister zum Zeitpunkt seines Rücktritts.

Nachfolge-Karussell dreht

Er habe auch mit Bundesrat Moritz Leuenberger über den Rücktritt gesprochen. Da der Energieminister aber unter Zeitdruck gestanden habe, sei es zu keinem Doppelrücktritt gekommen.

FDP-Bundesrat Hans-Rudolf Merz.
«Die UBS atmet wieder, die beiden Schweizer sind glücklicherweise aus Libyen zurück, die Finanzthemen sind am Ziel.»
FDP-Bundesrat Hans-Rudolf Merz zum Zeitpunkt seines Rücktritts

«Ich darf mit Stolz und erhobenem Haupt meine Position verlassen. Ich hadere nicht», äusserte sich Merz. Die Resultate gäben ihm Recht. «Die UBS atmet wieder, die beiden Schweizer sind glücklicherweise aus Libyen zurück, die Finanzthemen sind am Ziel.»

Rückblick über den bundesrätlichen Werdegang von Hans-Rudolf Merz

FDP-Präsident Fulvio Pelli hätte es lieber gesehen, wenn Hans-Rudolf Merz bis zum Ende der Legislatur im Amt geblieben wäre. «Ich nehme zur Kenntnis, dass wir jetzt einen Kampf führen müssen», sagte er nach dem Rücktritt des FDP-Bundesrats gegenüber der «Tagesschau». Er hoffe, dass bei der Nachfolgeregelung die Konkordanz respektiert werde.

Fulvio Pelli zum Rücktritt von Hans-Rudolf Merz

Urs Schwaller, Fraktionspräsident der CVP-/EVP- und glp-Fraktion lobte nach Merz' Bekanntgabe des Rücktritts die innenpolitischen Fähigkeiten des Finanzministers: «Hans-Rudolf Merz ist ein sehr guter Kassenwart und ein sehr guter Finanzminister.» Aussenpolitisch dagegen habe er nicht immer eine gute Hand.

Ob auf den 67-jährigen Appenzeller eine Frau oder ein Mann folgt, ist für CVP-Politiker Schwaller nicht das allein Entscheidende. «Uns interessiert vor allem ein Bundesrat, der funktioniert, als Team auftritt, der mit einer Stimme spricht und der die Dossiers führt.»

CVP-Fraktionspräsident Urs Schwaller zum Rücktritt von Hans-Rudolf Merz.

(sf/bosy)

Kommentare aktiv...

R. Meier

Verfasst am: 7.8.2010 18:16

Warum spricht man immer vom Merz ? Wir sind

doch schon im August.

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F. Herder, Bottmingen
(fh Mann)
Verfasst am: 7.8.2010 12:21

Neue Chance für die FDP?

Die FDP hat jetzt eine echte Chance, ihr ZU RECHT... mehr

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U. Keller, Klaeng
(sailer Mann)
Verfasst am: 7.8.2010 12:17

danke Herr Merz

wir müssen nicht über BR Merz klagen, er hat... mehr

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