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Ölleck: BP schliesst Zement-Einfüllen ab
Der Ölmulti BP hat am ehemals lecken Bohrloch im Golf von Mexiko das Einfüllen von Zement für beendet erklärt. Nach der fünfstündigen Operation erklärte BP das Bohrloch als versiegelt. Nun soll es auf Haltbarkeit kontrolliert werden.
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Mit der «Static Kill»-Methode war es BP am Mittwoch gelungen, mehr als 15 Wochen nach der Explosion der Bohrinsel «Deepwater Horizon» das Bohrloch von oben mit Schlamm zu verschliessen, bevor am Donnerstag Zement in das Bohrloch gepumpt wurde.
Entlastungsbohrungen noch im August
In einem nächsten Schritt soll nun die Versiegelungsmethode «Bottom Kill» zum Zuge kommen: Dabei werden durch eine Entlastungsbohrung auch am unteren Ende der Bohrleitung Schlamm und Zement eingefüllt.
BP teilte mit, bei guten Wetterverhältnissen könne die erste dieser Bohrungen Mitte August die Bohrleitung erreichen. Die Arbeiten würden unter Aufsicht der US-Behörden weitergeführt.
Seit der Explosion der BP-Plattform «Deepwater Horizon» am 20. April waren aus dem lecken Bohrloch nach Behördenangaben rund 780 Millionen Liter Rohöl ausgelaufen. Damit ist das Unglück der grösste Ölunfall der Geschichte.
Auswirkungen auf Umwelt über Jahre
Nach Schätzungen der US-Regierung sind bereits bis zu drei Viertel des Öls wieder verschwunden. Ein Teil wurde demnach bei den Eindämmungsarbeiten verbrannt, aufgefangen oder durch Chemikalien aufgelöst. Ein weiterer Teil sei durch die Einstrahlung der Sonne verdunstet oder durch Mikroben zersetzt worden.
Die Leiterin der US-Meeres-Behörde (NOAA) erklärte aber, die wahren Auswirkungen auf die Umwelt würden «wahrscheinlich noch über Jahre oder Jahrzehnte hinaus» zu sehen sein. Ein Problem sei, dass auch zersetzte Ölreste noch giftig seien und Tiere und Pflanzen schädigen könnten.
Im Zuge der Ölpest wurden gegen den Eigentümer der untergegangenen Ölplattform bislang fast 250 Klagen oder Schadenersatzforderungen eingereicht. Bis Montag seien 249 Verfahren gegen Transocean beantragt worden, teilte das Unternehmen mit Sitz in Zug in einem Bericht an die US-Börsenaufsicht SEC mit.
Transocean hatte die Plattform an BP verpachtet und weist eine Mitverantwortung für die Ölpest von sich.
(agenturen/fref)
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