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30 Mio. US-Bürger halten Obama für einen Ausländer

Donnerstag, 5. August 2010, 12:41 Uhr

Die US-Bevölkerung zweifelt nach wie vor an der Staatszugehörigkeit von Barack Obama. Laut dem TV-Sender CNN sind sich mehr als ein Drittel der US-Bürger unsicher, ob ihr Präsident tatsächlich in den USA geboren worden ist.

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Mehr als 10 % der Befragten sind sogar der Meinung, dass Obama auf keinen Fall im Land der unendlichen Möglichkeiten zur Welt gekommen sei. Für die Umfrage habe der Sender Mitte Juli repräsentativ nach Parteiangehörigkeit ausgewählte 1018 Erwachsene befragt.

Bild Ein Künstler ritzt mit dem Messer ein Obama-Porträt in ein braunes Ei.
Ein Kuckucksei im Weissen Haus? Gerüchte ranken sich um die Staatsbürgerschaft von US-Präsident Barack Obama. reuters

Anlass zur Umfrage von CNN waren Verschwörungstheorien über die Frage, ob Obama tatsächlich auf Hawaii das Licht der Welt erblickte. Würde dies nicht der Fall sein, sprich: wenn Obama nicht in den USA auf die Welt gekommen ist, dann ist er unrechtmässig Präsident geworden. Einige Republikaner behaupten, Obama sei in Kenia geboren worden.

US-Verfassung ist klar

Die US-Verfassung verlangt nach dem Prinzip «Jus Soli», dass nur der- oder diejenige US-Präsident/in werden kann, der oder die auch in den USA geboren wurde. Dieser Stolperstein ist jüngst auch dem republikanischen Gouverneur Kaliforniens, Arnold Schwarzenegger, zum Verhängnis geworden. Viele Republikaner hätten es nämlich gerne gesehen, dass der gebürtige Österreicher aus der Steiermark für das US-Präsidium kandidieren würde.

Jus Soli und Jus Sanguinis

Jus Soli bezeichnet das Prinzip, nach dem ein Staat seine Staatsbürgerschaft an alle Kinder verleiht, die auf seinem Staatsgebiet geboren werden. Daher hält das Recht am «Geburtsorts- oder Territorialprinzip» fest.

Jus Sanguinis bezeichnet das Prinzip, nach dem ein Staat seine Staatsbürgerschaft an Kinder verleiht, deren Eltern oder mindestens ein Elternteil selbst Staatsbürger dieses Staates sind. Hier hält das Recht am «Abstammungsprinzip» fest.

In der Schweiz gilt Jus Sanguinis. Das Bürgerrecht wird ausschliesslich durch Abstammung an die Kinder übertragen. Jeder Schweizer erbt in der Regel vom Vater den Heimatort. (wikipedia)

Bei der Umfrage gaben 42 % an, sie seien sicher, dass die Regelung der US-Verfassung auf Obama definitiv zutreffe. Für die Verdächtigungen gibt es keine Beweise. Zahlreiche Belege bestätigen Obamas Staatsbürgerschaft. So gebe es Dokumente der Gesundheitsbehörde in Hawaii, Geburtsanzeigen in hawaiianischen Zeitungen und Prüfungen unabhängiger Institute.

Keiner will zum Gerücht stehen

Wegen der grossen Zahl an eindeutigen Beweisen vertreten auch nur wenige der Republikaner die Verschwörungstheorien. Dennoch glauben laut CNN-Umfrage noch immer nur 23 % der republikanischen Wähler, dass Obama ein US-Bürger ist.

(agenturen/horm)

Kommentare aktiv...

W. Wieser, St. Augustine
(WalterFlorida Mann)
Verfasst am: 6.8.2010 14:13

So einfach ist die Sache eben nicht.

Wie jedes andere Land haben auch wir eine... mehr

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T. Fäh, Olten
(Theodor-K. Mann)
Verfasst am: 6.8.2010 10:29

Selbst wenn

Bei uns im Bundesrat sitzen auch 7... [2]  mehr

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M. webs, basel
(schnoogeloch Frau)
Verfasst am: 6.8.2010 6:59

Verschwöhrungstheoretiker!!

In den USA wird alles inden Zweifel gezogen: -... mehr

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