Schweiz
SBB-Aufschläge sind für viele Kunden Abzockerei
Die steigenden Kosten im öffentlichen Verkehr ab Dezember sind für viele Fahrgäste nicht gerechtfertigt. Eine Umfrage auf «tagesschau.sf.tv» hat gezeigt, dass 64 Prozent der 1279 Befragten die Preisaufschläge als Abzockerei wahrnehmen.
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Die SBB erhöht ihre Preise auf den Fahrplanwechsel im Dezember 2010 um durchschnittlich 5,9 Prozent. Dadurch steigen vor allem die Preise für General- (GA) und Halbtax-Abonnemente. Dies stösst den meisten Usern von «tagesschau.sf.tv» sauer auf. Eine nicht repräsentative Umfrage zeigt, dass nur 36 Prozent der Befragten Verständnis für die Preisaufschläge haben.
Das Leistungsverhältnis der SBB stimme heute nicht mehr, schreibt ein User. Schliesslich schreibe die SBB schwarze Zahlen mit Millionen-Gewinnen. Hinzu komme, dass die Streckenausbauten Bahn 2000 und NEAT grösstenteils der Steuerzahler übernehme.
Ein anderer fühlt sich durch den Staat abgezockt. «Der so genannte Service Public leistet immer weniger und bittet dafür den Kunden immer stärker zur Kasse. Die SBB ist hier kein Einzelfall.»
Viele Kunden der SBB haben zudem wenig Verständnis für die Preisaufschläge, weil sie vom «schlechten Service» der SBB genervt sind. Regelmässig seien die Züge überfüllt. Es stinke, weil es keine funktionierenden Klimaanlagen gäbe und das Bahnpersonal sei unfreundlich. Wer also diese und ähnliche Erfahrungen in den Zügen macht, der fragt sich, warum er dafür auch noch mehr bezahlen soll.
«Ich fahre seit mehreren Jahren zwei bis drei Mal pro Monat die Strecke Zürich-Lausanne-Zürich. Der Service ist eine Katastrophe, die Züge ab Zürich bis Bern, und vor allem die Züge ab Lausanne sind dramatisch überfüllt», beschwert sich ein User. «Und nun soll ich für diese schlechte Leistung auch noch mehr bezahlen. Wo gibt es denn so was?»
Dem User stellt sich zudem die Frage, warum Preisaufschläge überhaupt nötig seien. Durch die zunehmend überfüllten Züge müsse die SBB doch auch sehr viel mehr einnehmen. Er fühlt sich «abgezockt».
Höhere Preise durch höhere Kosten
Nur etwa ein Drittel der Befragten hat dagegen Verständnis für die Preiserhöhungen. 36 Prozent der Umfrageteilnehmer sind der Meinung, die Kunden der SBB würden nicht abgezockt.
Ein User gibt zu bedenken, dass die Preiserhöhungen schliesslich auch einen Grund hätten. Es gehe dabei nicht einfach nur um die Erhöhung der Billett-Preise, sondern dahinter stünden «tatsächlich vorhandene Kosten».
Auch Preisüberwacher Stefan Meierhans argumentiert in diese Richtung. Nicht nur die Preise würden erhöht, sondern auch die Leistungen wie beispielsweise höhere Zugfrequenzen.
Argumentation der SBB
Die SBB selbst begründet die Preissteigerungen mit den steigenden Kosten für den Erhalt des Schienennetzes sowie die Ausgaben für das Rollmaterial.
Trotz der Preissteigerungen werde der SBB aber Geld fehlen, erklärt ein SBB-Sprecher. Hereingeholt werden könne die Summe weder mit zusätzlichen Mitteln vom Bund noch mit einer Steigerung der Produktivität. Unter Umständen müsse darüber nachgedacht werden, die Beschaffung von Rollmaterial über einen grösseren Zeitraum zu erstrecken.
Der Sprecher betonte zudem, dass die seit der letzten Preiserhöhung 2007 aufgelaufene Teuerung 4 Prozent betrage. Das sei deutlich mehr als die Erhöhung der Preise für Einzelbillette und Streckenabonnemente.
Ein anderer User erhebt zudem den Zeigefinger gegen die Bahnfahrer selbst. Viele SBB-Kunden würden nur auf die von ihnen befahrenen Strecken achten - und somit auch nur die Mängel auf dieser Strecke wahrnehmen. Dass die Leistung der SBB «zufriedenstellend» sei, geriete dabei oftmals in Vergessenheit, erklärt er.
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A. S., CH
)
(alf08
Verfasst am: 9.8.2010 8:48
GA für Pendler zu günstig?
Das Retour Billett Bern - Zürich kostet 92.- bei... mehr
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E. Eremit, Schweiz
)
(Eremit
Verfasst am: 7.8.2010 12:06
Sie SBB hatte 2009 einen Gewinn von 260 Mio.
und den möchte Herr Meyer gerne vergrössern, da... mehr
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H. Klein, Bern
)
(Haenschen
Verfasst am: 5.8.2010 23:29
Mehr Kunden = mehr Einnahmen...
und trotzdem reicht es nicht? Ist schon seltsam... [1] mehr
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