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Hochwasser in Pakistan: Tausende Menschen brauchen Hilfe
Vor dem Jahrhunderthochwasser in Pakistan sind Tausende von Menschen auf der Flucht, während die Wassermassen der von verheerenden Monsunregenmengen angeschwollenen Flüsse nunmehr auch die bevölkerungsreichste Provinz Punjab erreichen. Die lokalen Behörden in Pakistan werfen den Menschen vor, die Warnungen vor den Überschwemmungen zunächst ignoriert zu haben.
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Besonders in der pakistanischen Provinz Punjab hat die Jahrhundertflut schwere Konsequenzen. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden bereits 15'000 Häuser zerstört.
Unzählige Menschen sind auf der Flucht vor den Überschwemmungen. Viele tragen ihre Habseligkeiten mit sich. Sie seien Flüchtlinge im eigenen Land geworden, sagte der 56-jährige Ahmad Bakhsh, der seine überflutete Heimatstadt Sanawan verliess.
Viele Menschen trugen Töpfe und Pfannen mit sich, andere hatten ihre Kinder auf dem Arm. Rund 2000 Einwohner warteten noch immer auf Hilfe, sagte Bakhsh. Soldaten hätten insgesamt 8000 Männer, Frauen und Kinder evakuiert.
Die Streitkräfte beteiligen sich zunehmend an Evakuierung und Versorgung von Menschen. Die Kritik am Umgang der Regierung mit der Katastrophe nimmt aber zu, Hilfe erreiche notleidende Menschen zu spät oder gar nicht, sagen viele Flutopfer.
Hilfe für Pakistan
Die Glückskette nimmt Spenden für die Hilfe in Pakistan entgegen:
Glückskette Postkonto 10-15000-6 (Vermerk: «Überschwemmung Asien»)
Ernst der Lage zu spät erkannt
Der örtliche Kommandeur erklärte, viele Menschen hätten Warnungen vor den Überschwemmungen ignoriert und den Ernst der Lage erst erkannt, als das Wasser bereits ihre Städte und Dörfer erreichte.
Die Überflutungen haben bereits mehr als 160 Menschen in den Tod gerissen, inzwischen drohen weitere Opfer durch den Ausbruch der Cholera.
Cholera-Ausbruch bedroht Flutopfer
Zu Zerstörung und Leid kommt nun auch noch die Gefahr von Seuchen wie Cholera und Malaria hinzu. Mehr dazu erfahren Sie hier.
Anstieg des Flusspegels
In der Provinz Sindh seien die am schwersten bedrohten Gebiete entlang des Flusses Indus mit mehr als 350'000 Menschen evakuiert worden, sagte Saleh Farooqi von der dortigen Katastrophenbehörde. Rund eine Million Menschen in der Provinz könnten von den Fluten betroffen sein.
Die Behörden erwarteten einen weiteren Anstieg des Flusspegels in Sindh. Die Überflutungen breiten sich von der Nordwestprovinz Khyber-Pakhtunkhwa gegen Süden aus und fliessen im 3200 Kilometer langen Indus zusammen. Neue Regenfälle sagte die Meteorologiebehörde für Sindh selbst nicht voraus.
Alleine in der Provinz Khyber-Pakhtunkhwa kostete das Hochwasser nach verheerenden Monsun-Regenfällen bislang mehr als 1600 Menschen das Leben.Insgesamt sind von den Überschwemmungen nach UNO-Angaben 3,2 Millionen Menschen betroffen.
(apn/sda/sf/weis)
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