International
Cholera-Ausbruch bedroht Flutopfer in Pakistan
Den Opfern des Jahrhunderthochwassers in Pakistan droht bereits die nächste Katastrophe: Durch Verschmutzung und tote Tierkadaver im Flutwasser haben sich bereits viele Menschen mit Cholera angesteckt.
Artikel bewerten
Artikel teilen
Durch die Überschwemmungen in Pakistan sind bereits mehr als 1500 Menschen ums Leben gekommen. Mehrere zehntausend Menschen sind derzeit auf der Flucht, sie sind akut vom Hunger bedroht.
Zu Zerstörung und Leid kommt nun auch noch die Gefahr von Seuchen wie Cholera und Malaria hinzu. Nach Angaben des Leiters des Büros des Roten Kreuzes in Islamabad, Dirk Kamm, wurden bereits etliche Cholera-Fälle registriert. Zudem gebe es viele weitere Durchfallerkrankungen.
Mangelnde Hygiene, eine unzureichende Grundversorgung und fehlende Medikamente erschweren die Situation zusätzlich. «Wir sitzen hier mit leeren Händen und haben weder Geld noch etwas zu essen», sagte das Flutopfer Jalal Khan. «Unsere Kinder sterben in den Krankenhäusern, weil keine Medikamente da sind, nicht mal Impfstoff gegen die Cholera.»
Hilfe für Pakistan
Die Glückskette nimmt Spenden für die Hilfe in Pakistan entgegen:
Glückskette Postkonto 10-15000-6 (Vermerk: «Überschwemmung Asien»)
Provinz Punjab besonders schwer betroffen
Während das Hochwasser im Nordwesten des Landes allmählich zurückgeht, wurden Hunderte Dörfer in der weiter südlich gelegenen Provinz Punjab überschwemmt. In den Bezirken Layyah und Muzzafargarh, wo der Indus über die Ufer trat, stand das Wasser teilweise so hoch, dass nur noch Baumwipfel und die oberen Stockwerke einzelner Gebäude zu sehen waren.
Seit Sonntag mussten allein in der Stadt Kot Addu und Umgebung rund 30'000 Menschen vor den Fluten gerettet werden, wie ein Militärsprecher mitteilte. In der gesamten Provinz Punjab wurden nach Angaben der Vereinten Nationen bereits 15'000 Häuser zerstört.
Es wird erwartet, dass das Hochwasser nach Punjab auch die Provinz Sindh im Südosten Pakistans erreicht. Die UNO erwartet dort die schwersten Überschwemmungen in 34 Jahren. Zudem drohen neue heftige Monsun-Regenfälle in den nächsten Tagen. Gegenüber der «Tagesschau» äusserte sich auch SR DRS-Korrespondentin Karin Wenger besorgt über die derzeitige Situation.
Insgesamt sind von den Überschwemmungen nach UNO-Angaben 3,2 Millionen Menschen betroffen. Seit Beginn des Monsuns im Juli sei 25 bis 30 Prozent mehr Regen gefallen als sonst in dieser Jahreszeit, sagte der Leiter des pakistanischen Wetterdienstes, Muhammad Hanif.
(apn/kokb)
Meldungen im Tagesverlauf
- Annan ist schockiert über Massaker in Syrien
- Fünf Beschwerden gegen Präsidentenwahl in Ägypten
- Federer mit geglücktem Auftakt in Roland Garros
- Jugendliche jagten Briefkästen in die Luft
- Cannes: Goldene Palme für Michael Hanekes «Liebe»
- Romina Oprandi in Paris gescheitert
- Resolutionen und Erklärungen der UNO zu Syrien
- Chronologie: Abgeltungssteuer soll Bankgeheimnis retten
- Razzia bei Italien - Criscito nicht an der EURO
- Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
- Wer wird Spieler des Jahres?
- Bankia stürzt an der Börse ab
- Golden Gate Bridge im Lichterregen
- Cristiano Ronaldo – der «Unvollendete»
- Grossbrand in Einsiedeln mit drei Verletzten
- Dario Franchitti holt 3. «Indy-500-Sieg»


Jeder zehnte Velofahrer ab 1. Juni nicht versichert
Grossbrand in Einsiedeln mit drei Verletzten
Facebook-Foto verleitet Räuber zu Überfall
Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
Jugendliche jagten Briefkästen in die Luft
Cannes: Goldene Palme für Michael Hanekes «Liebe»
Resolutionen und Erklärungen der UNO zu Syrien
Chronologie: Abgeltungssteuer soll Bankgeheimnis retten
Ägypten: «Der schlimmste denkbare Albtraum ist eingetroffen»
Papst-Kammerdiener drohen 30 Jahre Haft
EU-Sondergipfel im Zeichen des Wachstums
Levrat lehnt Steuerabkommen ab
Jetzt sorgen Militärvelos für rote Köpfe
UNO-Sicherheitsrat verurteilt Massaker in Syrien
FDP-Präsident: Kampfansage gegen Gripen-Kauf





















