International
Überschwemmungen in Pakistan fordern 1500 Tote
Nach neuesten Schätzungen sind bei den Überschwemmungen in Pakistan rund 1500 Menschen getötet worden. Pakistan leidet, nach starkem Monsun-Regen, an den schwersten Fluten seit Jahrzehnten.
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Allein im Nordwesten gibt es bisher 1116 bestätigte Todesfälle. Örtliche Rettungskräfte befürchten jedoch, dass diese Zahl auf mindestens 1500 ansteigen wird, zumal die benachbarten Gebiete Khyber und Mohmand von den Hilfeleistenden noch nicht erreicht wurden.
In den Katastrophengebieten sind mehr als 30'000 Soldaten und Rettungskräfte im Einsatz. Die überfluteten Gebiete sind meist nur mit Hubschraubern oder Booten erreichbar, was die Evakuierung der Betroffenen erschwert. Bislang konnten dennoch 27'000 Menschen, in von den Überschwemmungen nicht betroffene Regionen, evakuiert werden.
Notunterkünfte wurden unter anderem in Moscheen und Schulen eingerichtet, wo den Menschen Obdach und Nahrung zur Verfügung stehen. Ein grosses Problem stellt dabei jedoch die Versorgung mit sauberem Trinkwasser dar, wie Hilfsorganisationen mitteilten.
2,5 Millionen Menschen betroffen
Rund 2,5 Millionen Menschen sind von den Überschwemmungen im Nordwesten Pakistans betroffen, wie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) am Montag in Genf mitteilte. «In den am stärksten betroffenen Gebieten wurden ganze Dörfer schlagartig verwüstet», führte die humanitäre Organisation aus. Millionen Menschen hätten alles verloren.
Der UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich angesichts der zahlreichen Opfer tief betroffen und kündigte weitere Hilfsgelder an. Auch viele Hilfsorganisationen rufen zu Spenden für Pakistan auf. Den betroffenen Menschen fehlt es an fast allem, zumal in den überschwemmten Gebieten eine eher arme Bevölkerungsgruppe lebt und ihr letztes Hab und Gut von den Fluten regelrecht weggeschwemmt wurde.
(sda/muep)
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