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BP beginnt mit endgültiger Ölleck-Abdichtung
Der Ölkonzern BP will mit der Abdichtung des defekten Bohrlochs im Golf von Mexiko beginnen. Statt des provisorischen Verschlusses auf dem Bohrkopf soll nun das Bohrloch selbst mit Schlamm und Zement endgültig geschlossen werden.
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Bislang hat eine riesige Kappe auf dem zerstörten Bohrkopf in den vergangenen zwei Wochen das Öl daran gehindert, ins Meer zu strömen.
Um das Bohrloch zu stopfen, soll in einem ersten Schritt schwerer Schlamm durch die Verschlusskappe in das Bohrloch gepumpt werden. Dieses Verfahren wird «Static Kill» genannt.

Livestream: Das Bohrloch
Auf der Internetseite des Erdölkonzerns BP kann die Operation «Static Kill» live mitverfolgt werden.
Wenn der Schlamm das Öl zurückdrängt und der Druck stabil bleibt, kann oberhalb dieses Schlammpfropfens das Bohrloch mit Zement verschlossen werden.
Zur endgültigen Versiegelung des Lochs ist allerdings ein weiterer Schritt notwendig. Dazu soll ein Entlastungskanal genutzt werden, der in den vergangenen Wochen gebohrt wurde. Durch ihn soll direkt oberhalb des Ölreservoirs unter dem Meeresboden ebenfalls Schlamm und Zement in den alten Bohrkanal gepumpt und die Quelle so endgültig verschlossen werden.
Für den Fall, dass dies nicht funktionieren sollte, wurde ausserdem ein zweiter Entlastungskanal angelegt, der allerdings noch nicht ganz fertig ist. Wird «Static Kill» ein Erfolg, geht auch das endgültige Verschliessen schneller und einfacher.
Höhrere Erfolgschancen als bei ersten Versuch
Im Mai scheiterte BP allerdings mit einem ähnlichen Versuch: Bei dem «Top Kill» genannten Verfahren wurde versucht, gegen den Druck des ausströmenden Öls Schlamm in das Bohrloch hinein zu pressen. Das scheiterte an der Gewalt, mit der das Öl aus dem Bohrkopf schoss.
Weil diesmal das Öl in der Leitung steht, kann der Schlamm mit deutlich geringerem Druck in die Leitung gepumpt werden, sagte BP-Vize-Präsident Kent Wells.
Trotzdem besteht das Risiko, dass der zusätzliche Druck die Verschlusskappe beschädigt und das Öl wieder ungehindert in den Golf läuft. Experten halten dieses Szenario aber für
unwahrscheinlich.
«Ich kann mir nicht vorstellen, dass es versagt. Es hält dem Druck stand und es gibt keine Anzeichen dafür, dass irgendwelche Flüssigkeiten aus der Quelle austreten», sagte Eric Smith vom Tulane Energy Institute.
Neue Bedrohung durch weitere Hurrikans
Ausserdem wäre «Static Kill» eine weitere Absicherung gegen die schweren Tropenstürme, die jedes Jahr über den Golf von Mexiko hinweg fegen. Erst vor zwei Wochen mussten alle Arbeiten unterbrochen werden, weil Hurrikan «Bonnie» über die Unglücksstelle hinweg zog.
Weitere Stürme werden folgen, denn die Hurrikan-Saison dauert noch bis Ende Oktober an. «Wenn wir das Ding vor Beginn der August-Hurrikan-Saison schliessen können, haben wir eine sehr gefährliche Situation vermieden», sagte Konteradmiral Paul Zukunft, der Vor-Ort-Koordinator der US-Regierung.
(apn/kokb)
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L. Barbara, Lausen
)
(Sekai
Verfasst am: 3.8.2010 9:21
wann endlich
ist die Schlagzeile: "BP hat ....."... mehr
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