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Warnung vor Street-Parade-Route

Sonntag, 1. August 2010, 5:44 Uhr

Die geplante Route der Street Parade in Zürich weist sicherheitstechnisch einige Schwachpunkte auf. Zu diesem Ergebnis kommt der Sicherheitsberater und ehemalige Offizier der Kantonspolizei Zürich, Bruno Hersche. Er hat nach der Loveparade-Katastrophe von Duisburg die Zürcher Streckenführung analysiert.

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«Über eine Million Leute sind in einer Stadt bei einem schwerwiegenden Zwischenfall nicht mehr unter Kontrolle zu bringen», betonte er gegenüber dem «Sonntag».

Engpass Quaibrücke

Hersche ist laut Angaben der Zeitung selbstständiger Berater für Sicherheit, Krisen- und Katastrophenmanagement, Mitverfasser des österreichischen Handbuches für die Sicherheit bei Grossveranstaltungen und ehemaliger Offizier der Kantonspolizei Zürich.

«Jedes Hindernis ist kritisch und muss beseitigt werden»
Sicherheitsberater Bruno Hersche zur Street-Parade-Strecke

Die Quaibrücke bezeichnet er etwa als Engpass: «Helikopterfotos aus den letzten Jahren zeigen ein respektables Gedränge. Optimierungsmöglichkeiten sehe ich bei den Verpflegungsständen zu Beginn der Brücke auf beiden Seiten. Jedes Hindernis ist kritisch und muss beseitigt werden.»

Street Parade nicht aufs Land verlegen

Für die Street Parade in Zürich hat der Gründer des Mega-Events, Marek Krynski, ein gutes Gefühl: «Ich sehe keine neuen Probleme, die man nicht schon vorher kannte und nicht im Griff hätte,» erklärte er dem «Sonntag». Die Vorschläge, die Street Parade aus Sicherheitsüberlegungen aufs Land zu verlegen, kritisiert Krynski gleichzeitig scharf: «Dann würde man dasselbe machen wie in Duisburg: Man gibt eine Location auf, die man gut kennt. Die Überlegung, die Street Parade aufs Land zu zügeln, ist völlig daneben.»

Ein Sicherheitsrisiko seien auch Lovemobiles, die plötzlich stehen bleiben: «Umso mehr, wenn die nachfolgende Masse nicht realisiert, was genau passiert ist und nach vorne drückt.»

Alternativen zur innerstädtischen Umzugsroute

Die Organisatoren würden sich zudem bei den Lautsprechern in einer falschen Sicherheit wiegen: «Durchsagen im Ernstfall wären vermutlich wirkungslos, weil sie sich ja alle Anwesenden danach halten müssten. Das dürfte kaum passieren, wie die Erfahrung leider zeigt.»

Wenn das Risiko nach Tragödie bei der Loveparade auf ein Minimum reduziert werden solle, so Herrsche, würde er «eine Alternative zur Umzugsroute in der Stadt bevorzugen.» Das Sicherheitsrisiko ausserhalb wäre «sicher kleiner».

Hersche schlägt konkrete Alternativen zur Route durch die Innenstadt vor. Dabei nennt der Sicherheitsprofi grosse Flächen wie die Allmend Brunau oder den Militärflugplatz Dübendorf als mögliche, zu prüfende Alternativen.

(sf/halp)

Kommentare aktiv...

B. Froehlich, Petra / Lesbos
(B.Froehlich Mann)
Verfasst am: 2.8.2010 13:58

Aber, aber Herr Hersche

Man macht doch aus einem Unglueck nicht eine... mehr

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R. Anderegg, Buchs
(karthago_77 Mann)
Verfasst am: 2.8.2010 0:03

Dieser Anlass gehört für mich nach

Dübendorf. Dort hat es viel vielmehr Platz und... mehr

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M. Steiner, Winterthur
(Mikey Mann)
Verfasst am: 1.8.2010 15:47

Schwingerfeste, Knabenschiessen, ...

... Caliente, CSD, Albanifest, Basler Fasnacht...... [1]  mehr

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