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International

Weiterer Schlag gegen mexikanisches Drogenkartell

Samstag, 31. Juli 2010, 9:29 Uhr

Die mexikanische Armee hat das mächtige Drogenkartell Sinaloa weiter geschwächt. Soldaten haben nach der Erschiessung des ranghohen Drogenbarons Ignacio «Nacho» Coronel nun auch dessen Neffen und möglichen Nachfolger Mario Carrasco Coronel «El Gallo» getötet.

«El Gallo» (»Der Hahn») war offenbar die rechte Hand seines Onkels «Nacho» Coronel im Westen des Landes. Auf Grund seiner Stellung innerhalb des Kartells war «El Gallo» einer der möglichen Nachfolger des zuvor getöteten Drogenbosses in der Führungsriege des mächtigen Sinaloa-Kartells.

Bild Soldaten fahren Patrouille in einer staubigen Gegend der Grenzstadt Juarez
In Mexiko läuft seit Dezember 2006 eine Regierungsoffensive gegen den Drogenhandel. reuters/archiv

Carrasco Coronel sei in der westmexikanischen Stadt Jalisco aufgespürt und von Soldaten getötet worden, als er sich seiner Festnahme widersetzt habe, teilte das Verteidigungsministerium mit.

Sein Onkel «Nacho» Coronel war vor zwei Tagen in der Stadt Guadalajara von Soldaten getötet worden. Auch er hatte sich dem Verteidigungsministerium zufolge seiner Verhaftung widersetzt und war auf der Flucht erschossen worden.

Coronel galt als enger Vertrauter des meistgesuchten mexikanischen Drogenbarons Joaquín «El Chapo» Guzmán. Nach Überzeugung der Behörden kontrollierte Coronel den Kokainhandel von Westmexiko über die nördliche Grenze in die USA.

In Mexiko tobt ein brutaler Kampf zwischen rivalisierenden Drogenbanden, die sich die lukrativen Schmuggelrouten in die USA streitig machen. Seit Beginn einer Regierungsoffensive gegen den Drogenhandel im Dezember 2006 starben rund 25'000 Menschen, allein in diesem Jahr waren es bisher 7000 Menschen.

(sda/coro)

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