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International

Nur 150'000 Teilnehmer an Duisburger Loveparade?

Samstag, 31. Juli 2010, 17:39 Uhr

Laut einem neuen Bericht sollen lediglich 150'000 Besucher - also ein Zehntel der ursprünglich genannten Zahl - an der verhängnisvollen Tanzparade teilgenommen haben. Neue Vorwürfe richten sich auch gegen das Sicherheitspersonal und die Polizei.

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Die neue Besucherzahl stammt vom Nachrichtenmagazin «Focus». Die Polizei stütze sich dabei auf Luftaufnahmen, so eine Vorabmeldung des Magazins.

Einige Stunden vor der Massenpanik, bei der 21 Menschen zu Tode kamen, hatte der Loveparade-Organisator Rainer Schaller zum Besucherandrang gesagt: «Da passen 1,6 Millionen Menschen drauf. Die Zahl werden wir heute nicht erreichen, höchstens 1,4 Millionen.»

Die amtliche Genehmigung für den Veranstalter, die Berliner Lopavent GmbH, galt nach Informationen von «Spiegel online» für maximal 250'000 Menschen.

Bild Areal der Loveparade
Das Areal wurde offenbar nicht überfüllt - dennoch kam es zur Massenpanik. keystone

Wie der «Focus» berichtet, überprüften die Ermittler unter anderem die Frage, warum der Polizeiführer nicht bereits nach dem ersten Hilferuf des Veranstalters gegen 15.30 Uhr zur Gefahrenabwehr das Kommando auf dem Gelände übernommen habe.

«Auf diese Weise hätte man womöglich frühzeitig die Eingangschleusen schliessen und eine Massenpanik im Tunnel vor der Rampe zum Festgelände verhindern können», heisst es in dem Bericht.

Bereits vor 15 Uhr polizeiliche Hilfe angefordert

Der «Spiegel» berichtete, der vom Veranstalter eingesetzte Crowd-Manager, der aus dem Container an der Hauptrampe den Publikumszugang steuern sollte, habe nach eigenen Angaben bereits vor 15.00 Uhr Hilfe bei der Polizei angefordert.

Entgegen seinem Wunsch sei der Verbindungsbeamte neben ihm im Container aber nicht weisungsbefugt gewesen. Ausserdem habe der Polizist kein Funkgerät gehabt. Dies habe dazu geführt, dass erst mit 30-minütiger Verzögerung ein leitender Beamter eingetroffen sei.

Aus Polizeikreisen hiess es laut «Spiegel», möglicherweise habe es eine solche Verspätung gegeben. Sie sei aber nicht ins Gewicht gefallen.

Überwachungsvideos belasten Security-Mitarbeiter

Beschlagnahmte Überwachungsvideos weisen laut «Spiegel» darauf hin, dass der Ansturm auf die Treppe, an der viele Opfer starben, auch durch die Unachtsamkeit von Security-Mitarbeitern ausgelöst wurde.

Bild Besucher fliehen über Treppe.
Diese Treppe wurde von vielen als Fluchtweg genutzt - einige stürzten ab. reuters

Ein Ordner sei zunächst nicht eingeschritten, als um 16.16 Uhr ein Mann einen Schutzzaun überstiegen habe und über die Treppe nach oben gelaufen sei. Diese Aktion habe eine Kettenreaktion ausgelöst, so dass Hunderte Eingeschlossene zu der Treppe gedrängt seien.

Die Massenpanik am Tanzfest hatte zu 21 Toten und über 500 Verletzen geführt.

Bild Kreuze
Die Todesopfer waren zwischen 18 und 38 Jahre alt. reuters

(apn/buev)

Kommentare aktiv...

I. Ndlovu, Mbombela
(Ndlovu Mann)
Verfasst am: 1.8.2010 17:50

Na.. und am Schluss...

...ist es wohl schlicht Schicksal.. unabsehbar... mehr

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B. Froehlich, Petra / Lesbos
(B.Froehlich Mann)
Verfasst am: 1.8.2010 0:49

Diese Art der Berichterstattung

ist schwachsinnig. Die Aufgabe der Medien ist es... mehr

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U. Roesli, Zuerich
(Traumtaenzer Mann)
Verfasst am: 31.7.2010 21:45

Zwischen...

..gut einer Million und 150'000 Besuchern ist... [2]  mehr

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