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International

Benzinknappheit in Griechenland – Militär soll helfen

Samstag, 31. Juli 2010, 13:55 Uhr, Aktualisiert 21:02 Uhr

Nach tagelangem Streik der griechischen Tank- und Lastwagenbesitzer hat sich die Situation im Lande nur leicht verbessert. Das Militär soll die Grundversorgung mit Treibstoff sicherstellen.

So sollen Spitäler, staatliche Behörden, Elektrizitätswerke und andere zentrale Stellen im Land mit Treibstoff versorgt werden. Die Marine soll abgelegene Inseln versorgen. Dies beschlossen die zuständigen Minister am Freitagabend bei einer Sitzung in Athen angesichts der immer schlechter werdenden Versorgungslage im Lande.

Reporter sahen derweil, wie Polizisten die Tankwagen auf ihrem Weg zu Raffinerien und durch Mautstationen eskortierten, wo streikende Lastwagenfahrer den Nachschub blockieren wollten. Vereinzelt griffen Streikende Fahrzeuge an.

Bild Autoschlange vor einer Tankstelle.
Dass diese Tankstelle in Athen 24 Stunden offen hat, nützt niemandem, wenn es kein Benzin hat. reuters

In Athen haben etwa 15 Prozent der Tankstellen Treibstoff. Auf den Touristeninseln Rhodos, Paros, Naxos und Chios hat sich die Situation erheblich verbessert, berichtete der staatliche Rundfunk.

Zusammenstösse in Thessaloniki

Dagegen gibt es noch erhebliche Probleme in Nordgriechenland und vor allem auf der touristischen Halbinsel Chalkidiki sowie in einigen Regionen der Insel Kreta.

In der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki kam es am Freitagabend zu Auseinandersetzungen zwischen streikenden Lastwagenbesitzern und der Polizei. Mindestens zwei Menschen wurden verletzt. Hunderte Touristen liessen nach Medienberichten ihre Mietautos stehen, weil ihnen der Treibstoff ausgegangen war.

Lastwagenfahrer-Streik in Griechenland

Camionneure gegen Liberalisierung

Die Lastwagenbesitzer protestieren seit Montag gegen ein geplantes Gesetz der Regierung, wonach jeder Besitzer eines Lastwagen-Führerscheins als Camion-Chauffeur arbeiten darf.

Zudem soll die Ausgabe neuer Lizenzen in den nächsten drei Jahren stufenweise abgeschafft werden. Je nach Grösse des Wagens kosteten Lizenzen bisher bis zu 300'000 Euro.

(sda/horm/weis)

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