Vermischtes
Waldbrände in Russland fordern Tote und Verletzte
Schwere Waldbrände haben in Russland mindestens 29 Menschenleben gefordert und Dutzende verletzt. Hunderte Häuser gingen durch die seit Wochen anhaltende Gluthitze in Flamen auf. Tausende Menschen verloren ihre Wohnungen. Präsident Dmitri Medwedew rief die Armee im Kampf gegen die Flammen zur Hilfe.
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In Mochowoje, einem am Vortag niedergebrannten Dorf der Region Moskau, wurden am Freitag die Leichen von sechs Einwohnern und eines Feuerwehrmanns entdeckt, wie das Katastrophenschutzministerium mitteilte. Ein weiterer Feuerwehrmann kam beim Einsatz im Gebiet Lipezk ums Leben.
In der Region von Nischni-Nowgorod östlich der russischen Hauptstadt starben zehn Menschen, in Rijasan vier weitere Menschen. In der Region Woronesch, rund 500 Kilometer südwestlich von Moskau, wurden mindestens fünf Menschen getötet und hunderte weitere verletzt.
Viele von ihnen erlitten schwerste Verbrennungen. Hunderte Häuser wurden dort ein Raub der Flammen. In der gleichnamigen Stadt mussten drei Spitäler in aller Eile evakuiert und mehrere Ferienlager geräumt werden.
In der Region um Woronesch, 470 Kilometer südlich der Hauptstadt, mussten nach Angaben russischer Agenturen ebenfalls mehrere Spitäler und Ferienlager evakuiert werden. Das Zivilschutzministerium setzte in den betroffenen Gebieten Helikopter und Flugzeuge zum Löschen ein.
Putin verspricht Wiederaufbauhilfe
Gemeinsam mit Katastrophenschutzminister Sergej Schoigu besuchte Ministerpräsident Wladimir Putin Werchnjaja Wereja, eines der am schwersten betroffenen Dörfer von Nischni-Nowgorod. Dort hatte das Feuer am Vortag innerhalb von 20 Minuten alle 341 Häuser zerstört; mehr als 500 Menschen verloren ihr gesamtes Hab und Gut.
Das russische Fernsehen zeigte Aufnahmen einer Strasse, in der sämtliche Häuser bis auf die Grundmauern niedergebrannt waren. Putin versuchte, die verzweifelten Einwohner zu beruhigen. Einer verängstigten Einwohnerin sicherte er zu, dass die Häuser bis zum Winter wiederaufgebaut sein würden - dann beugte er sich zu der überraschten Frau und umarmte sie.
Minister Schoigu und lokale Beamte wies der Regierungschef an, sich bei der Hilfe nicht durch bürokratische Vorgaben stoppen zu lassen. Den Einwohnern sicherte er rasche Entschädigungen zu. Sie sollen jeweils 200'000 Rubel (rund 6900 Franken) und damit das Vierfache der gesetzlich vorgeschriebenen Summe erhalten, wie die Nachrichtenagentur ITAR-TASS berichtete.
Präsident Medwedew wies die Regierung an, die Massnahmen zur Brandbekämpfung zu verbessern und Hilfen für den Wiederaufbau bereitzustellen. Gleichzeitig wies er das Verteidigungsministerium an, bei der Brandbekämpfung zu helfen, wie seine Sprecherin mitteilte.
Hitzewelle begünstigt Feuersbrunst
Den europäischen Teil Russlands plagt seit Anfang Juli eine beispiellose Hitzewelle. In Moskau war es am Donnerstag mit 38,2 Grad Celsius so heiss wie noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor 160 Jahren. Dichter Smog hüllt die Stadt ein.
Durch die extrem hohen Temperaturen stehen in der Umgebung der Hauptstadt zahlreiche Wälder und Torfmoore in Flammen. Die zulässigen Grenzwerte für die Luftverschmutzung wurden durch die Feuer um das Zehnfache überschritten.
Starke Winde verschlimmerten die Situation weiter. Nach Angaben des Chefs des Moskauer Wetterdienstes, Alexej Lijachow, lagen die Temperaturen acht Grad über dem Durchschnitt - und machten damit den diesjährigen Juli zum heissesten seit 130 Jahren.
(sda/bers/from)
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G. Bossert, Safenwil
)
(GaBo
Verfasst am: 30.7.2010 20:48
Während Russland gegen die
verheerenden Brände kämpft, kämpfen ( laut... mehr
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