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Landen Urs und Berna gar im Kochtopf?

Freitag, 30. Juli 2010, 17:34 Uhr

Man muss sie einfach gern haben, die kleinen Bärchen im Berner Bärenpark – zum Fressen gern. Tatsächlich war vor nicht allzu langer Zeit Bärenfleisch in Bern eine Delikatesse. Ausgerechnet jetzt erinnert man sich in Bern wieder daran: In einer Zeit, in der diskutiert wird, was mit Urs und Berna in Zukunft passieren soll.

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Bild Bärchen auf Baum.
Die beiden Bärchen ahnen wohl nichts von der Diskussion um ihren Verbleib. keystone

Ernst Bigler ist Metzger, wie sein Vater einst. Zusammen mit «Schweiz aktuell» besucht er seinen früheren Arbeitsort. In der Metzgerei seines Vaters wurden damals die Bären geschlachtet. Und später metzgete auch Ernst Bigler selbst die Tiere. Er sei der letzte Bärenmetzger von Bern, sagt er.

Immer an Ostern brauchte es im Bärengraben Platz für die Jungbären. Die Alten mussten dezimiert werden. Bis Mitte der 80er-Jahre habe man die toten Tiere auch gegessen, heisst es in Bern.

Tradition hin oder her - Urs und Berna werden kein Ragout

Das Restaurant Zunft zu Webern hatte den Bären sogar auf der Speisekarte. Heute sei es nicht mehr erlaubt, den Bären zu braten, sagt der heutige Pächter und Chefkoch, André Schneider. Grund seien die Hormone, die im Fleisch seien und weil man die Tiere nicht mehr erschiesse, sondern einschläfere.

Auch im Berner Bärenpark ist man der Meinung, dass der Bär zwar zu Bern, aber nicht auf den Teller gehört. Tierpfleger Walter Bossert hat zwar selbst schon einmal Bär gegessen – die Tradition wieder einzuführen, ist jedoch nicht nach seinem Geschmack.

Berna und Urs müssen also keine Angst haben – auch wenn man im Bärenpark noch nicht weiss, was mit ihnen passiert, im Kochtopf eines Bärengourmets landen die beiden Bärchen sicher nicht.

(sf/gern)

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E. Steiner, Cham
(edy21 Mann)
Verfasst am: 30.7.2010 18:23

Urs und Berna

Haben noch nicht's von Hungerstreik gehört, die... mehr

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