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Bootsdrama: Ermittlungen konzentrieren sich auf 74-Jährigen

Freitag, 30. Juli 2010, 9:43 Uhr, Aktualisiert 14:19 Uhr

Nach dem Bootsunglück auf dem Bielersee steht ein 74-jähriger Bootsbesitzer im Zentrum der Ermittlungen. Der Mann gibt allerdings an, nichts mit dem Unglück zu tun zu haben, wie die Behörden mitteilten. Am Dienstag war das Boot des Mannes abtransportiert worden. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Gegenüber der Polizei sagte der Bootsführer aus, er sei am Unglückstag zwar auf dem Bielersee gewesen. Er weist jedoch jegliche Schuld von sich. Von einem Unfall habe er nichts mitbekommen, betonte er auch in einer Erklärung, die er über seinen Anwalt verbreiten liess. Das gleiche sagten auch die beiden Passagiere aus.

Dieselbe Aussage hatte der 74-Jährige am Donnerstag auch gegenüber «Schweiz aktuell» gemacht. Er habe ein reines Gewissen. Die Polizei hat nun weitere Abklärungen in Auftrag gegeben.

Beamte mehrmals vor Ort

Das Boot des 74-jährigen Mannes wurde sichergestellt. Am Dienstagnachmittag hatten Schiffe der Seepolizei vor dem Haus des Rentners am Ufer des Bielersees Halt gemacht. Wenig später zog die Seepolizei wieder ab – auf dem Abschleppkahn ein mit einer Blache zugedecktes Boot.

Bild Abschlepp-Kahn transportiert das Boot ab.
Ob es sich bei dem abtransportierten Boot um das Unfall-Boot handelt, ist unklar. sf augenzeuge

Vor dem Abtransport hatte die Polizei das Boot gemäss einem lokalen Fischer bereits einmal vor Ort inspiziert. Zwei Tage später seien die Polizisten wieder gekommen. Sie hätten das Schiff mit einer Plane zugedeckt und «sehr wahrscheinlich plombiert», damit man es nicht mehr benutzen könne. Daraufhin sei das Schiff weggebracht worden.

Die Suche nach möglichen Spuren des Unfalls am Boot sei sehr aufwändig, teilten die Behörden weiter mit. Resultate gibt es deshalb derzeit noch keine.

Bei der Polizei waren zu dem Fall hunderte Hinweise eingegangen. Eine 30-köpfige Sonderkommission überprüfte zahlreiche Boote und ihre Halter. Darunter befand sich auch der 74-jährige Mann, der nun ins Zentrum der Ermittlungen gerückt ist.

Angeblich Versicherung kontaktiert

Vieles bleibt auch jetzt noch Spekulation. So berichtet etwa der «Blick», ein Bootsbesitzer habe sich letzte Woche bei seiner Versicherung gemeldet mit den Worten: «Ich habe einen Seich gemacht.» Jetzt wolle er wissen, wie das Vorgehen bei Personenschäden sei. «Wie sieht das mit der Haftung aus?»

Ob es sich bei der Person, die ihre Versicherung kontaktiert haben soll, um den 74-Jährigen handelt, ist nicht klar.

Frau auf dem See verblutet

Eine 24-jährige Frau und ihr Freund waren 11. Juli an Bord eines Gummiboots von der St. Petersinsel in Richtung Lüscherz (BE) gepaddelt, als sich ein Motorboot mit hoher Geschwindigkeit näherte. Trotz Rufen und Handzeichen änderte der Lenker seinen Kurs nicht.

Das Paar sprang ins Wasser, um sich zu retten. Die junge Frau wurde vom Boot erfasst und so schwer verletzt, dass sie noch am Unfallort verstarb. Das Motorboot fuhr ohne anzuhalten in Richtung Biel weiter.

Die Psychologie der Fahrerflucht (15.07.10)

Die Untersuchungsbehörden betonten in ihrer Mitteilung, für den Mann gelte bis zu einem rechtskräftigen Urteil die Unschuldsvermutung.

Gleichzeitig kündigten sie an, dass noch immer weitere Ermittlungen, besonders zum Unfallhergang, notwendig seien. Bis auf weiteres werde man keine weiteren Angaben zum Fall machen. Mit einem Abschluss des Verfahrens sei erst in einigen Monaten zu rechnen.

(sf/agenturen/schl)

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J. Schelb, La Chaux de Fonds 2 Marché
(brainstuff Mann)
Verfasst am: 2.8.2010 12:56

Fehlgeleitete Justiz

In einem Land wo man Menschen monatelang... mehr

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G. Schneider, Wangen
(Gerd.Wangen Mann)
Verfasst am: 1.8.2010 0:35

Mit der Last auf dem Gewissen muß man leben

egal ob man es zugibt oder nicht: Die... mehr

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P. noob, Fuqing
(noob Mann)
Verfasst am: 31.7.2010 12:25

reines Gewissen?

Ich war selbst schon mit einem Schnellboot... [1]  mehr

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