International
Mexikanische Armee bringt Drogenbaron zur Strecke
Bei einer Operation gegen den Rauschgifthandel hat die mexikanische Armee Ignacio «Nacho» Coronel, einen der Bosse des Sinaloa-Kartells getötet. Coronel hatte sich seiner Verhaftung widersetzt und einen Soldaten erschossen. Anschliessend wurde er auf der Flucht erschossen.
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Der Schlag gegen die organisierte Kriminalität gelang dem mexikanischen Militär am Rande der Stadt Guadalajara, 580 Kilometer nordwestlich von Mexiko-Stadt.
Coronel gehörte zu den meistgesuchten Drogenbossen in Mexiko. In der Hierarchie des Sinaloa-Kartells nahm er nach Joaquín «El Chapo» Guzmán und Ismael «El Mayo» Zambada den dritten Rang ein. Für die Ergreifung von Coronel wurden in den USA und Mexiko insgesamt 7,4 Millionen Dollar Lösegeld ausgesetzt.
Kokainhandel kontrolliert
Nach Angaben des Vize-Chefs des Generalstabs, Edgar Ruiz Villegas, hat der 56-jährige Capo die Operationen des Sinaloa-Kartells im Westen Mexikos geführt und die sogenannte Pazifikroute des Kokainhandels in Richtung USA kontrolliert.
Bei der Aktion mit rund 150 Soldaten wurde auch ein Vertrauter von Coronel festgenommen. Nach Angaben mexikanischer Medien dauerte sie vier Stunden. Im mexikanischen Drogenkrieg sind seit Ende 2006 über 25'000 Menschen getötet worden.
Grausiger Fund an Landstrasse
Unterdessen wurden im Norden Mexikos erneut zahlreiche Leichen entdeckt. Nach Behördenangaben wurden 15 Tote an einer Landstrasse bei der Stadt Matamoros im Bundesstaat Tamaulipas abgelegt.
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es sich um Opfer des Drogenkrieges handelt. Einigen der Opfer, darunter zwei Frauen, waren die Hände auf dem Rücken zusammengebunden.
Die Leichen hatten weisse Hemden mit dem Buchstaben «Z» an, was auf eine Mitgliedschaft im Kartell der «Los Zetas» hindeutet. Die «Los Zetas» kämpfen gegen das Golf-Kartell um die Kontrolle über den Drogenhandel in Tamaulipas an der Grenze zu den USA.
(sda/hesa)
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