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International

Ausnahmezustand in Griechenland: Kaum mehr Benzin

Freitag, 30. Juli 2010, 18:14 Uhr

Nach mehreren Tagen Streik der Tank- und Lastwagenfahrer gibt es in Griechenland kaum noch Benzin. Und die Ebbe hält auch am Wochenende an, die Fahrer beschlossen ihren Streik fortzusetzen. Betroffen sind auch ausländische Automieter.

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«Wir streiken weiter» sagte der Chef der Fahrer-Gewerkschaft, Giorgos Tzortzatos, vor Journalisten. Die Lastwagen-Fahrer protestieren mit ihrem sei Montag währenden Ausstand gegen die von der Europäischen Union (EU) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) verlangte Öffnung sogenannter geschlossener Berufe.

Giechenland ohne Benzin

EU und IWF fordern unter anderem, dass Griechenland bis September seinen Strassentransportsektor liberalisiert und mehr Wettbewerb zulässt. Im Gegenzug gewähren EU und IWF dem Land Hilfen zur Bewältigung der Finanzkrise.

Die Touristen traf der Ausstand der Benzin-Camionneure besonders hart. «Viele Leute, vor allem jene, die mit einem Wohnmobil unterwegs sind, können nicht zurückfahren. Sie müssen dann ihre Ferien zwangsweise verlängern», sagte ein Tourist. Er hat sein Wohnmobil auf einem Campingplatz südlich der Hafenstadt Volos abgestellt und muss dort seine Ferien verbringen. «Ich kann noch ein wenig rumfahren, weil andere Kollegen mir Diesel gegeben haben», fügte er hinzu. Mehr sei aber nicht möglich.

Mietfahrzeug ohne Benzin

Ein Mietfahrzeug mit Benzin im Tank sei in Griechenland momentan kaum zu haben, erklärte eine Schweizer Mitarbeiterin von «auto europe», die Mietautos fast aller grossen Vermieter in Griechenland vermittelt. Ein generelles Problem für die Menschen im Land betreffe halt nun auch die ausländischen Touristen.

Anders wird die Lage von Avis beurteilt. Eine Rückfrage in Griechenland habe ergeben, dass die Lage weniger dramatisch sei, als in den Medien dargestellt, sagte eine Vertreterin der Firma in der Schweiz. Noch rund die Hälfte der Tankstellen hätten Treibstoff. Zudem verfüge Avis an grossen Standorten über Tankstellen.

Der Schweizer Kundendienst von Hertz rät aber, den Vermieter vor Ort zu informieren, falls im Tank Ebbe herrscht, sonst könne der übliche Tarif von 3,5 Franken pro Liter Benzin zu Anwendung kommen. Die meisten Autovermieter sind bereit, die Vermietung vor Antritt kostenfrei zu annullieren. Einmal unterwegs jedoch gilt der Streik als «höhere Gewalt». «Da sind uns die Hände gebunden», sagte ein Hertz-Vertreter.

Auch anderswo Engpässe

Nicht nur beim Benzin, auch bei der Versorgung mit Obst und Gemüse machten sich in ganz Griechenland zunehmend Engpässe bemerkbar. Weil das Benzin fehlte, hätten zahlreiche Unternehmen ihre Arbeit eingestellt.

Viele kleinere Fähren mussten in den Häfen bleiben. Reiseveranstalter riefen die Regierung auf, sofort etwas zu unternehmen; andernfalls werde der Tourismus zusammenbrechen.

(sda/horm)

Kommentare aktiv...

I. Ndlovu, Mbombela
(Ndlovu Mann)
Verfasst am: 31.7.2010 10:20

Das kann bald WELTWEIT

..der Fall sein... wenn die Oelvorraete... mehr

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