Schweiz
«Rent a Rentner»: An die Arbeit, du alter Sack!
Udo Jürgens wusste es schon im Jahr 1977: Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an. Dieses Motto hat sich auch ein kreativer Senior aus Bachenbülach (ZH) zu eigen gemacht. Mit einem kleinen Unterschied: Bei Udo Jürgens geht es ums beschäftigte, aber süsse Nichtstun – bei Peter Hiltebrand um harte Arbeit jenseits des Pensionsalters.
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«An die Arbeit, du alter Sack!» Diese wenig einfühlsame Aufforderung, geschrieben auf einen Arbeitshandschuh, ist in den letzten Wochen in verschiedenen Zürcher Briefkästen gelandet.
Hinter der Aktion steht der 65-jährige Peter Hiltebrand. Er will damit seine Plattform «Rent A Rentner» bewerben. «Rent a Rentner» (Miete einen Rentner) funktioniert einfach. Senioren können dort ein Profil mit ihren jeweiligen beruflichen Fähigkeiten aufschalten lassen.
Die 65-jährige Denise Lambossy jedenfalls ist begeistert vom Konzept: «Das ist genau das, was ich gesucht habe. Ich habe mich sofort per Internet angemeldet, mein Profil wurde aufgeschaltet und kurz darauf gab es bereits die ersten Kundenanfragen», erzählt sie gegenüber «Schweiz aktuell».
«Alte Säcke sollen rausgehen!»
Initiant Hiltebrand sieht in der Plattform mehr als «nur» einen Vermittlungsdienst für Rentner und Rentnerinnen, die nicht einfach die Hände in den Schoss legen wollen.
«Die Idee dabei ist, dass alte Säcke und alte Schachteln nicht mehr zu Hause sitzen, sondern am Morgen aufstehen und rausgehen», erklärt Initiant Hiltebrand, der sich übrigens selber als «alter Sack» bezeichnet. Und fügt augenzwinkernd hinzu: «Etwas mehr Bier und das eine oder andere Glas Wein mehr braucht es natürlich schon...»
So (oder ähnlich) entstand «Rent a Rentner»
(...) Nachdem er [Peter Hiltebrand] Bunt- und Weisswäsche zusammen gewaschen hatte, den Ehering seiner Frau beim Staubsaugen mit eingesaugt hatte und ihm beim Abtrocknen die Vase, ein Hochzeitsgeschenk seiner Schwiegermutter, aus der Hand geglitten war, lehnte seine Frau seine Hilfe genervt, aber dankend ab. Er möchte was tun, aber was? (...) (Quelle: rentarentner.ch)
Eine gute Idee fanden die Rentner-Vermittlung zu Beginn nicht alle. So hatte auch Sarah, die Tochter von Peter Hiltebrand, ihre Zweifel. «Jetzt hat mein Vater so lange Jahre gearbeitet, und nun hört das immer noch nicht auf!» Doch mittlerweile unterstützt die Werbefachfrau ihren Vater voll und ganz – unter anderem auch darin, «Rent a Rentner» bekannter zu machen.
«Nehmen den Jungen nicht die Arbeit weg»
Die Kampagne scheint ihre Wirkung nicht zu verfehlen. Bereits 40 rüstige Rentner und Rentnerinnen bieten ihre Arbeitskraft an. Sie arbeiten übrigens auf eigene Rechnung; das Profil auf der Vermittlungsplattform kostet sie pro Jahr 350 Franken.
Dass seine «alten Säcke und alten Schachteln» den Jungen mit ihrem Einsatz über das Pensionsalter hinaus die Arbeit wegnehmen, glaubt Hiltebrand im Übrigen nicht. «So viele Gärtner, wie Rasen gemäht werden müssen, gibt es gar nicht.»
Und schliesslich: Auch unter «seinen» Rentnern habe es auch solche, die den zusätzlichen Zustupf gut gebrauchen könnten, um einigermassen leben zu können, gibt Hiltebrand zu bedenken.
(sf/schl)
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E. Verena, Zürich
Verfasst am: 30.7.2010 10:23
gute Idee
Grundsätzlich finde ich das eine gute Idee.... [2] mehr
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J. Lorber, Zürich
)
(JeffLorber
Verfasst am: 30.7.2010 8:36
Leider müssen verdiente Ältere
so agressiv werben. Denn unsere GEsellschaft ist... mehr
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B. Froehlich, Petra / Lesbos
)
(B.Froehlich
Verfasst am: 29.7.2010 23:19
Weiss SF 1 nicht, dass
Rentner weder "alte Saecke" noch... mehr
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