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Drei VBS-Beratermandate kosten zwei Millionen Franken

Dienstag, 27. Juli 2010, 12:44 Uhr

Das Departement von Bundesrat Ueli Maurer muss für die Behebung seiner Informatikprobleme tief in die Kasse greifen. Allein Ex-Swisscom-Chef Jens Alder erhält 200'000 Franken plus Spesen. Und die Boston Consulting Group kassiert innerhalb von gut zwei Monaten sogar fast 1,3 Millionen Franken .

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Laut dem «Tages-Anzeiger» wendet Jens Alder für den auf 2010 befristeten Auftrag pro Monat ein bis zwei Tage auf. Dies bedeutet, dass Alder – falls er dieses Jahr jeden Monat zwei Tage dafür einsetzt – pro Tag gut 8300 Franken für sein Mandat beim VBS kassiert.

«Beim Mandat von Jens Alder handelt es sich um ein Teilzeitpensum mit schwankendem zeitlichem Engagement.»
VBS

Der frühere Swisscom-Chef war vom VBS angeheuert worden, um bei der Lösung von gravierenden Informatikproblemen mitzuhelfen. Er präsidiert den Steuerungsausschuss der Task Force Informatik, welche die Führbarkeit und Leistungsfähigkeit der Informatik wieder herstellen und verbessern soll.

Bild Grossaufnahme von Jens Alder, als er noch Swisscom-Konzernchef war
Der frühere Swisscom-Chef Jens Alder hat ein lukratives Mandat an Land gezogen. reuters / archiv

Noch teurer kommt die Arbeit von William Angst - auch er ein Ex-Swisscom-Mann - zu stehen: Für den Zeitraum von November 2009 bis Ende 2010 bezahlt das Departement der Firma des Leiters Taskforce Informatik 500'000 Franken plus Mehrwertsteuer und Spesen.

Alder soll sich für Consultingfirma eingesetzt haben

Die Erkenntnisse aus den Arbeiten der Taskforce haben laut VBS dazu geführt, dass auch die Boston Consulting Group (BCG) beigezogen wurde. Laut der Zeitung «Sonntag» soll Alder auf das Engagement gedrängt haben. Für diesen gut zwei Monate dauernden Auftrag muss das VBS pauschal 1,285 Millionen Franken hinblättern - nach Einschätzung des Departements ein marktüblicher Preis.

Die BCG muss laut VBS ein Finanzführungssystem für die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) erarbeiten. Damit sollen Investitions- und -Betriebskosten besser bewirtschaftet und die Betriebskosten gesenkt werden.

«Das VBS ist darauf angewiesen, rasch sichtbare Resultate zu haben, da die Situation bei der Informatik VBS gravierend ist.»
VBS

Das Ausmass des Informatik-Chaos war letztes Jahr bekannt geworden. Insgesamt hatte die Armee in den letzten Jahren 500 verschiedene Computer-Programme eingekauft, die kaum kompatibel waren.

Bild Strauss von verschiedensten Computerkabeln
Das Informatik-Chaos ist gross. colourbox / symbolbild

Diese Probleme kann das VBS nicht aus eigener Kraft lösen. Denn wegen der Sparmassnahmen beim Bund ist in gewissen Bereichen das nötige personelle Know-how nicht mehr verfügbar. Darum müssten vermehrt Aufträge an externe Fachleute vergeben werden, schreibt das VBS.

Schon Anfang Juli war bekannt geworden, dass Armeechef André Blattmann für 740'000 Franken einen externen Informatikberater engagiert hatte. Der Auftrag war freihändig vergeben worden, obwohl er hätte öffentlich ausgeschrieben werden müssen.

(sda/coro)

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M. Bracher, Bern
(Unternehmer Mann)
Verfasst am: 28.7.2010 0:29

W. Kathriner

" was kann denn der Ueli schon dafür?? der... mehr

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W. Kathriner, Sarnen
(A. Mann)
Verfasst am: 27.7.2010 18:15

Die Meisten hier sind etwa gleich überfordert wie unser zuMaurer

und sein Oberguru und Vorplauderer Blocher. Es... mehr

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B. Froehlich, Petra / Lesbos
(B.Froehlich Mann)
Verfasst am: 27.7.2010 18:10

Wann startet die SVP

die Unterschriftensammlung zur Volksinitiative... mehr

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