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Demo-Alpaufzug für «faire Milchpreise»

Dienstag, 27. Juli 2010, 12:10 Uhr, Aktualisiert 13:27 Uhr

Rund 300 Milchbauern haben in Zürich gegen die Milchpreispolitik des Grossverteilers Migros demonstriert. Die Kundegebungsteilnehmer marschierten vom Carparkplatz beim Hauptbahnhof zum Sitz des Migros-Genossenschaftsbundes am Limmatplatz.

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Milchbauer sind unzufrieden

Im Zug führten die Bauern drei Kühe, einen Hund und zahlreiche Treicheln mit. Zur gut 30-minütigen Demonstration in Form eines Alpaufzuges aufgerufen hatte die Bäuerliche Interessengruppe für Marktkampf (BIG-M). Nach Ansicht von BIG-M ist der Schweizer Milchmarkt aus den Fugen geraten.

Die Migros spiele in diesem «Trauerspiel um den Milchpreis» eine grosse und unrühmliche Rolle, sagte BIG-M-Co-Präsident Martin Haab, Milchbauer aus Mettmenstetten (ZH), an der Kundgebung. Dem Unternehmen müsse man deshalb mehrfach die rote Karte zeigen.

So etwa sei die Migros als einziger Marktakteur doppelt in der 20-köpfigen Branchenorganisation Milch (BOM) vertreten, setze aber deren Beschlüsse nicht um. Haab verlangte vom Grossverteiler eine sofortige Umsetzung der am 18. Juni von der Bom beschlossenen Erhöhung des Richtpreises für Industriemilch um 3 Rappen.

Faires Informieren

Ausserdem solle die Migros - wie sie es in der Werbung suggeriere - als fairer Partner zur einheimischen Nahrungsmittelproduktion stehen und sich auch entsprechend verhalten. Zudem solle sie eine ehrliche und faire Informationspraxis gegenüber den Konsumenten betreiben, sagte Haab weiter.

Bild Bauern mit Kühen.
Die Milchbauern wollten der Migros die rote Karte zeigen. keystone

Nur wenn alle Marktbeteiligten offen und fair zueinander seien, gelinge es, den Milchmarkt so zu gestalten, dass alle Stufen, vom Produzenten bis zum Verbraucher, profitieren könnten. Diese Fairness sei nötig, damit Milchwirtschaft auch in schwierigen hügeligen Gebieten - etwa dem Appenzell - weiterhin möglich sei, sagte Haab.

Migros verwahrt sich gegen Vorwürfe

Die Migros verwahrt sich gegen die Vorwürfe der Milchbauern, sie torpediere eine Beruhigung des schlingernden Milchmarktes. Man sei bereit zum Gespräch mit BIG-M, teilte der Grossverteiler mit.

Dass die Migros keine fairen Preise zahle, stimme nicht - im Gegenteil, sie zahle ihren Lieferanten mehr als andere Verarbeiter. Der Migros-Industriebetrieb regle die Milchpreise in langfristigen Verträgen mit den Lieferanten. Mit ihnen habe man sich einvernehmlich über die Umsetzung des Richtpreises der BOM auf die nächste Periode geeinigt.

(sda/hesa)

Kommentare aktiv...

M. Bärtsch, Vilters
(bofel Mann)
Verfasst am: 27.7.2010 15:01

Überkapazität ??!!

Die Dame vom SF spricht von Überkapazität! Wer... mehr

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N. Binsberger, St. Gallen
(NBinsberger Frau)
Verfasst am: 27.7.2010 15:00

Überkapazitäteten

Kein Wunder: wenn die Grossverteiler von den... mehr

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J. Baltensperger, Zürich
(Baltensperger Mann)
Verfasst am: 27.7.2010 14:40

Aufhören

Hört bitte endlich auf mit dieser unsinnigen... [1]  mehr

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