Schweiz
Ursachen des Glacier-Express-Unfalls weiterhin unklar
Vier Tage nach dem Zugunglück im Oberwallis ist noch nicht geklärt, warum der Glacier Express zwischen Lax und Fiesch entgleist ist. Der Lokomotivführer hat laut den Experten eine Deformation im Bahngleis bemerkt.
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Drei Experten der Untersuchungsstelle Bahnen und Schiffe (UUS) des Bundes haben die drei entgleisten Wagen des «Glacier Express» unter die Lupe genommen. Die Unfallwaggons befinden sich zurzeit im Depot der Matterhorn Gotthard Bahn (MGB) in Brig.
Walter Kobelt, Chef der UUS, sagte am Montag in Brig vor den Medien, der Lokomotivführer habe vor dem Unfall eine Verformung der Schienen gesehen. Der Lokführer habe jedoch nicht mehr bremsen können.
Schienen nach Unfall beschädigt
Ob es diese Deformation wirklich gegeben hat, kann Kobelt nicht bestätigen. «Die Schienen sind wegen des Unfalls zu sehr beschädigt», sagte er. Der Lokomotivführer wird zurzeit psychologisch betreut.
Die Freigabe der Fahrspur am Sonntag angesichts der Beobachtungen des Lokomotivführers seien aber nicht gefährlich gewesen, sagte der Experte auf entsprechende Fragen seitens der Journalisten.
Kobelt verwies auf die Instandstellungsarbeiten und die Beschränkung der Geschwindigkeit für die Züge auf 15 Kilometer pro Stunde am Unfallort. «Damit sagen wir aber nicht, dass mit der Fahrspur alles in Ordnung gewesen ist.»
Fahrdatenschreiber ausgewertet
Bis anhin haben die technischen Abklärungen der Experten jedoch noch nichts ergeben. An den Achsen, den Spurweiten und den Spurkränzen - sie halten die Räder auf den Schienen - sei alles normal, sagte Kobelt. Weitere Untersuchungen an den Wagen seien noch im Gang. Am Unfallort zwischen Lax und Fiesch wurden bisher die Schienen ausgemessen.
Bereits ausgewertet ist der Fahrdatenschreiber. Die Daten - besonders zur Geschwindigkeit des Zuges - wollen die Experten jedoch mit den Aussagen des Lokomotivführers abgleichen. Dazu führten sie am Montagabend Testfahrten durch.
Zwischenbericht diese Woche erwartet
Zudem forderten die Experten ein geologisches und auch ein meteorologisches Gutachten an. Letzteres soll über die Windverhältnisse zur Unfallzeit Aufschluss geben.
Die Untersuchungen könnten noch Wochen oder Monate dauern, so Kobelt. Im Laufe der Woche soll aber ein Zwischenbericht publiziert werden.
Bundesrat drückt Angehörigen Beileid aus
Bundesrätin Micheline Calmy-Rey hat sich betroffen über das schwere Bahnunglück im Oberwallis gezeigt. «Die Regierung und die Bevölkerung der Schweiz sind tief schockiert und betroffen über den tragischen Bahnunfall vom letzten Freitag.»
Dies schrieb die Schweizer Aussenministerin in einem Brief an ihren japanischen Amtskollegen Katsuya Okada. Darin sprach sie den Familien und Freunden der Opfer ihr tiefes Mitgefühl aus.
Bundespräsidentin Doris Leuthard unterzeichnete nach Angaben eines Departements-Sprechers einen Kondolenzbrief. Die Mehrheit der Verletzten und auch das Todesopfer stammen aus Japan.
Noch 13 Personen in Spitalpflege
Von den 40 Personen, die beim Zugunglück verletzt worden sind, befinden sich mittlerweile noch 13 in Spitalpflege. Der Zustand jener beiden Verletzten, die sich am Wochenende in kritischer Lage befanden, verbessert sich allmählich, wie Spital Wallis mitteilte. Sie werden aber weiterhin künstlich beatmet. Eine Person war bei dem Zugunfall ums Leben gekommen.
Am Freitag waren kurz vor Fiesch (VS) drei Wagen eines Glacier Express-Zuges der Matterhorn Gotthard Bahn entgleist. Der Unglückszug war kurz vor Mittag mit ungefähr 210 Passagieren vom Wallis in Richtung Bündnerland unterwegs. Die beiden hintersten Wagen des Panoramazuges kippten um.
(sda/bosy/hesa)
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M. Karrer, Matzingen
)
(marka
Verfasst am: 28.7.2010 2:53
was?
Der Fahrdatenschreiber zeichnet den Weg, die Zeit... mehr
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M. Karrer, Matzingen
)
(marka
Verfasst am: 28.7.2010 2:53
Verstehe nicht was sie meinen
Der Fahrdatenschreiber zeichnet den Weg, die Zeit... mehr
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H. Wälti, Bern
)
(malindi
Verfasst am: 27.7.2010 11:44
Fahrdatenschreiber
Warum muss das Ergebnis des Fahrdatenschreibers... mehr
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