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Glacier Express fährt wieder - Suche nach Unglücksursache

Sonntag, 25. Juli 2010, 10:45 Uhr

Zwei Tage nach der Entgleisung eines Glacier Expresses der Matterhorn Gotthard Bahn (MGB) ist die Bahnstrecke für den Zugverkehr wieder freigegeben worden. Experten suchen weiter nach der Unfallursache. Sie nehmen unter anderem den Fahrtenschreiber, Geleise und Masten, die Bahnwagen und das Terrain an der Unfallstelle zwischen Fiesch und Lax unter die Lupe.

Bild Der Glacier Express fährt über ein Viadukt.
Reisen mit dem Glacier Express sind wieder uneingeschränkt möglich. pd

Die Reparaturarbeiten an den beschädigten Gleisanlagen wurden in der Nacht abgeschlossen, wie ein MGB-Sprecher sagte. Die Züge der Matterhorn Gotthard Bahn und damit auch der Glacier Express konnten deshalb wieder nach Fahrplan verkehren. Der Streckenabschnitt zwischen Fiesch und Lax, auf dem der Unfall passierte, wird in minim langsamerem Tempo befahren als üblich.

Noch 14 der 40 Verletzten im Spital

Alle 14 Verletzten, die sich zwei Tage nach dem Zugunglück immer noch im Spital befanden, stammen aus Japan.

7 gelten als schwer verletzt. Zwei von ihnen befinden sich nach wie vor in kritischem Zustand. Sie waren zusammen mit den anderen Verletzten am vergangenen Freitag nach der Entgleisung des Glacier Expresses in verschiedene Spitäler gebracht worden.

Die Suche nach der Unglücksursache geht nach wie vor weiter. Bis am Montag wollen die Experten des Bundes anhand des Fahrtenschreibers des Zuges herausfinden, ob die Komposition vor dem Unfall zu schnell unterwegs war, wie Walter Kobelt, Chef der Untersuchungsstellen Bahnen und Schiffe beim Bund, in einem Interview der Westschweizer Sonntagszeitung «Le Matin Dimanche» sagte.

Bild Einer der beschädigten Waggons, teilweise mit Blache abgedeckt, wird auf den Schienen weggezogen.
Die beschädigten Waggons wurden abgeschleppt. reuters

Die Geleise am Unfallort wurden ausgemessen und kontrolliert. Ein Geologe wurde beauftragt, den Boden zu untersuchen, und auch die Strommasten seien von Interesse. Zudem sei der Lokführer des verunfallten Zuges angehört worden, sagte Kobelt. Weiter wollen die Spezialisten herausfinden, ob kürzlich erfolgte Unterhaltsarbeiten auf dem Streckenabschnitt einen Zusammenhang mit dem Unfall haben. «Was ich im Moment dazu sagen kann, ist, dass die Bautechnik und das verwendete Material dem Standard entsprechen», hält Kobelt fest.

Untersuchung der Unfallursache kann lange dauern

Ab Montag sollen die drei entgleisten Waggons im Detail untersucht werden. Sie waren am Samstag geborgen und in ein Depot in Brig gebracht worden. Die Abklärungen zur Unfallursache können laut Kobelt Wochen oder sogar Monate dauern.

Bei der Entgleisung eines Glacier Expresses der MGB war am vergangenen Freitag eine 64-jährige Japanerin aus Osaka getötet worden. 40 Menschen wurden verletzt, mehrere von ihnen schwer. Die meisten der Verletzten, nämlich 28, sind japanische Staatsangehörige. Etwa 170 weitere Menschen an Bord des Zuges waren mit dem Schrecken davongekommen.

(sda/bers/coro)

Kommentare aktiv...

G. Schneider

Verfasst am: 25.7.2010 17:12

Risiko bestimmt Entscheidung

Jeder der ein Fahrzeug betreibt hat zunächst die... [2]  mehr

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W. Kathriner, Sarnen
(A. Mann)
Verfasst am: 25.7.2010 15:06

ich meinte dass

wenn es in einem Jahr eine Verkehrstote auf der... [1]  mehr

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G. Bossert, Safenwil
(GaBo Frau)
Verfasst am: 25.7.2010 13:22

DAS PROBLEM ist SICHER NICHT GELöST,

ABER DAS MIT DEN KASSEN STIMMT WOHL! Gerade zur... mehr

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