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Was tun bei einer Massenpanik?

Sonntag, 25. Juli 2010, 11:41 Uhr

Eine Massenpanik ist die Entstehung von panischen Fluchtbewegungen in Menschenmassen. Starkes Gedränge oder Katastrophen mit vielen Beteiligten können eine solche Massenpanik auslösen, die mit unkontrollierter Angst und massiven Fluchtbewegungen einhergeht. In einer solchen Extrem-Situation gibt es nur wenige Interventionsmöglichkeiten.

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Am besten ist die Panik in ihrer Entstehungsphase zu beeinflussen. Doch selbst nach deren Ausbruch lassen sich Menschen durch gezielte, klare und strukturierte Aufforderungen und Informationen erreichen.

Panische Menschenmenge erreichen

Klar, gezielt und strukturiert. Solche Informationen können etwa durch laute Lautsprecherdurchsagen oder durch Abläufe geschehen, die Gelassenheit demonstrieren (z. B. Fortsetzung eines Fussballspieles, wie etwa bei der Massenpanik in Sheffield oder Brüssel 1985).

Massenpanik bei Grossveranstaltungen

Immer wieder ist es auch in der Vergangenheit zu verheerenden Fällen von Massenpanik gekommen. Mehr dazu

Auch Aufmerksamkeit erweckende Interventionen, zum Beispiel ein schriller Pfeifton, oder das Stellen einfacher Aufgaben, (z. B.: «Achten Sie auf Kinder!»), können eine panische Menge erreichen.

Verantwortliche sind gefragt

Entscheidend ist es, Kommunikation wieder herzustellen und die Selbstkompetenz des Einzelnen zu aktivieren. Die Verantwortlichen sollten bei einer Massenpanik sachlich und nüchtern wirken.

Ihre Informationen sollten klar, eindeutig und wahrheitsgemäss sein. Mit den beschriebenen Interventionen kann es durchaus gelingen, die Erregung der Betroffenen zu dämpfen.

Zwar ist es unmöglich, eine Massenpanik übungshalber zu simulieren, doch zumindest bereitet die geistige Auseinandersetzung mit möglichen Katastrophen die Verantwortlichen darauf vor, gelassener, ruhiger und mit mehr Übersicht auf unvorhergesehene Ereignisse zu reagieren.

Tipps für Betroffene

1. Versuchen Sie ruhig zu bleiben. Lassen Sie sich so wenig wie möglich von der Panik anstecken.

2. Vermitteln Sie den von Angst gepeinigten Menschen um Sie herum das Gefühl, dass «alles wieder gut wird». Bleiben Sie bei diesem Versuch bei der Wahrheit. Zum Beispiel könnten Sie sagen: «Ich bin sicher, dass die Rettungswagen schon unterwegs sind» oder «Die Sicherheitskräfte werden das bestimmt gleich unter Kontrolle haben».

3. Versuchen Sie, andere, die noch nicht (völlig) von der Panik ergriffen sind, in die Verantwortung zu nehmen. Denn Personen, die sich für andere (z.B. ihre Kinder) verantwortlich fühlen, geraten seltener in Panik. So könnten Sie sagen: «Wenn Sie und ich ruhig bleiben, können wir die anderen beruhigen. Wollen Sie mir helfen?» oder «Was könnten wir nach Ihrer Meinung tun, um die Lage zu entschärfen?»

4. Manchmal hilft es, jemanden einfach in den Arm zu nehmen und zu trösten.

5. Nehmen Sie die Angst der anderen ernst, aber bieten Sie Ihnen gleichzeitig Gedanken der Hoffnung an.

6. Vermitteln Sie Sicherheit: Sprechen Sie langsam und klar, treten Sie sicher auf.

7. Rennen Sie nicht kopflos weg, wenn Sie selbst von Panik ergriffen sind.

8. Suchen Sie lieber jemanden, der ruhig wirkt und sprechen diese Person an.

9. Bitten Sie um Hilfe, um Trost, um Rat.

(Quelle: Dr. Herbert Mück, Köln)

(sf/godc)

Kommentare aktiv...

D. Generation, Bern
(Generation Frau)
Verfasst am: 25.7.2010 22:31

Der beste Rat

Solche Veranstaltungen ganz generell meiden, man... mehr

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R. Meier

Verfasst am: 25.7.2010 15:28

Bei einer Massenpanik muss man

schnell wegrennen, damit nichts passiert.

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